Shortcuts: PROJEKT: PEACEMAKER [1997]; MÄNNERHERZEN [2009]; DAYBREAKERS [2009]; GET SMART [2008]

Projekt: Peacemaker [1997]

George Clooney frisch aus dem Operationsaal, Nicole Kidman im altmodischen Hosenanzug: Man merkt dem Film sein Alter schon an. Das die Story über gestohlene Atomwaffen, die Clooney und Kidman in Russland wiederbeschaffen müssen allerdings immer mehr oder weniger aktuell sein wird, lässt sich leider nicht bestreiten. Und so wundert man sich zwar, dass die Russen nicht dazu in der Lage sind, sich um ihre Dinge selber zu kümmern, so dass die Amerikaner in deren Land deren Raketen suchen müssen, doch deckt dies ein wenig das amerikanische Weltbild auf und hinterlässt einen faden Beigeschmack. Die Weltpolizei, die über Leichen geht, um die Menschheit zu beschützen. Was bleibt, ist zwar einerseits „nur“ ein 08/15 Actionfilmchen mit einigen netten Szenen und kaum Aussetzern nach unten andererseits aber stellt man fest, dass es so etwas „heutzutage“ kaum noch gibt, und so ist es doch schön, wann man auch mal auf so einen Film in seiner Sammlung zurückgreifen kann.

Männerherzen [2009]

Deutscher Episodenfilm der es schafft, fast durchgehend belanglos und vorhersehbar zu sein. Oberflächliche Charaktere, die auf Teufel komm raus nicht immer das sind, was sie vorgeben zu sein und die selbstverständlich am Ende entweder ihr Ziel erreichen oder sich zu ihrem wahren ich bekennen. Und so wandelt sich Til Schweigers Charakter von „Jerome“ zu Hans-Jürgen, zum Beispiel. „Aufgelockert“ wird das Ganze durch den Schlagersänger Bruce Berger, der einen auf Kultfigur macht (was aber nur teilweise funktioniert), depressiv wird das Ganze dann wieder durch Roland Feldberg, dessen Lebensgeschichte nicht wirklich in eine Komödie passen will (was also so gar nicht funktioniert). Das mag ja alles in der Intention der Macher liegen und insofern eine tiefere Bedeutung haben, sowas wie ein Erklärungsversuch, wie Männer „ticken“, aber im Endeffekt ist der Film, wie eingangs erwähnt, belanglos. Einzig Christian Ulmen vermag (wie fast immer) zu überzeugen, aber das ist ja auch eine Rolle, die er drauf hat und daher kein Qualitätsmerkmal des Films oder des Drehbuchs.


Daybreakers [2009]

Vampire sind ja in der Regel tot, lang leben die Vampire. Mit dem neumodischen Glitzerkram kann ich herzlich wenig anfangen, manche Dinge müssen einfach da sein: Vampire haben kein Spiegelbild, verbrennen in der Sonne, brauchen menschliches Blut und verwandeln sich (egal aus welchem Grund) auch mal in Fledermäuse. Und ein Pflock ins Herz lässt ihnen warm um selbiges werden. Ansonsten sind sie allerdings recht unsterblich, weshalb sie dann auch in Daybreakers längst in der Mehrheit sind. Was bedeutet: Die restlichen Menschen werden des Blutes wegen gejagt, oder aber gleich an riesige Zapfanlagen angeschlossen. Das das nicht unendlich so weitergeht ist klar, und so bleibt plötzlich nur noch genug Blut für den Rest des Monats, und ohne Blut endet so ein Vampir unschön, und zwar als mutierte Fledermaus. Die Idee ist gut, die Schauspieler nicht immer, aber sehr unterhaltsam ist es trotzdem. Und jetzt will ich endlich mal True Blood sehen.

Get Smart [2008]

Eigentlich hatte ich seit Mit Schirm, Charme & Melone beschlossen, dass neue Kinovarianten von alten TV-Serien scheiße sind, erst recht, wenn man mit dem Original wenig vertraut ist. Oder, wie in diesem Fall: Gar nicht. Aber: Macht nichts, denn Get Smart macht auch so Spaß. Der Unterschied zu so manch anderer alberner Agenten-Komödie liegt darin, dass Max wirklich was auf dem Kasten hat, nur halt manchmal etwas ungeschickt ist. Und das macht den Film nicht nur lustig (ok, an manchen Stellen einfach nur albern), sondern ab und an auch spannend. Wenn nächstes Jahr der zweite Teil kommt, bin ich wieder dabei, wenn vielleicht auch nur später im Heimkino. Dann aber auf jeden Fall.

3 Kommentare

  1. bullion · November 16, 2010

    „Project Peacemaker“ hatte ich damals sogar im Kino gesehen und nun – knapp 13 Jahre später – so gar keine Erinnerung mehr daran.

    „Daybreakers“ interessiert mich auch noch. Werde ich bestimmt mal reinschauen und „True Blood“ kann ich nur empfehlen. Nette Serie, wenn man Vampire mag.

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    • Xander · November 16, 2010

      PP ist jetzt auch nichts, was einem lange im Gedächtnis bleibt – aber als netter Actioner für zwischendurch dennoch zu gebrauchen.

      TB ist bereits geplant, allein, die Zeit…

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  2. Pingback: Daybreakers (2009) | Film-Blogosphäre

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