Kritik: SLUGS – SCHNECKEN [1988]


„Es war so grausam, sein Gesicht war zerfressen! Es war einfach…“
– „Möchten Sie noch etwas trinken?“

Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll. Monsterfilme sind an und für sich nicht schlecht. Und es müssen ja nicht mal Monster sein – auch der Tierhorror weiß zu gefallen, sind doch diverse Tierarten wie geschaffen für einen gruseligen Abend. Der weiße Hai, diverse Spinnenfilme, aber auch Die Vögel machen das Beste aus ihren Möglichkeiten und manche Tiere machen einigen ja schon aufgrund ihrer bloßen Präsenz Angst. Gut, auch Gemüse kann einem Angst machen, man denke da nur mal an die Killertomaten. Tiere, die vielleicht bei manchem Ekel hervorrufen, in den seltensten Fällen aber Todesangst sind da schon etwas anderes. Wenn mich jetzt jemand fragen würde, welche Tierart am wenigsten für einen Horrorfilm geeignet ist – ich glaube Schnecken wären da ganz weit oben. Nicht nur, dass es meines Wissens keine fleischfressenden Schnecken gibt (man wird also nicht gegessen), sie sind ja auch nicht sonderlich schnell (man kann weglaufen) und sie sind empfindlich gegen Druck (der berühmte Schuh-Plattler) und, nicht zu vergessen, Salz.

Manch ein Bewohner einer kleinen amerikanischen Vorstadt würde mir da jetzt aber mit Sicherheit gerne widersprechen, ist es hier doch zu etwas gekommen, mit dem keiner gerechnet hätte: Dem Angriff der Killerschnecken. Mike Brady, der Gesundheitsinspektor eben dieser Stadt, sieht das Unglück kommen – doch niemand will ihm so wirklich glauben. Komisch eigentlich. Die örtlichen Begebenheiten sind jedenfalls ideal: Früher war die Stadt nämlich ein Abladeplatz für Giftmüll, was an und für sich schon mal schlecht ist. Das ist aber auch schon etwas her und jetzt soll am Rande des idyllischen Städtchen, welches herrlich an einem Wald gelegen ist, auch noch ein Einkaufszentrum gebaut werden. Und, so rächt sich die Natur: Die Bagger haben wohl den Giftmüll freigelegt, und schon sind die kleinen Weichtiere nicht mehr mit ihrer Salatration zufrieden. Da der Film aber noch Raum für Spekulationen lässt: Ich glaube ja, dass es auch noch irgendwas mit einem alten Indianerfriedhof zu tun hat. Und ich glaube gesehen zu haben, wie die Schnecken im Sonnenlicht glitzern.

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Also kauf mich! Komm und kauf mich!


Denn ich bin käuflich und es gibt mich, im Sonderangebot!
Was ich damit eigentlich sagen wollte: 3DSupply hatte das richtige Angebot, das ich nicht ablehnen konnte. Denn wenn man auf seinem Blog über deren Shirts berichtet, dann bekommt man eins umsonst. So einfach scheint es zu sein, aber so schön scheint das Shirt auch zu werden:

(Der untere Städtename wird ersetzt. „Bielefeld“ würd ich da nicht stehen haben wollen.)

Die Aktion ist begrüßenswert – zum einen, weil ich diese Seite vorher nicht kannte und jetzt bestimmt mal öfter da vorbei schauen werde und zum anderen, weil insbesondere im Sommer das Tragen von T-Shirts dieses Jahr seit langem wieder modern sein soll. Und wenn es dabei noch gut aussieht, warum nicht. Hier übrigens noch der Direktlink zum Shirt meiner Wahl. Und danke an Bullion für die gute Idee.

Yeah, fleischgeiler Glibber!


Dieser Film kann bereits morgen schneckliche Realitiät sein!
(Im Grunde ist dies nur eine kleine Info, was ich heute Abend gucke. Sollte ich jemals wieder mehr Zeit fürs Bloggen haben, schreib ich mehr dazu…)


(UPDATE: Das Video, welches ursprünglich hier stand, wurde vom Nutzer gelöscht – darum hier der nicht weniger komische US-Kinotrailer.)

Kritik: KAMPF DER TITANEN / CLASH OF THE TITANS (2D) [2010]


„Eines Tages wird jemand sagen: Es ist genug!“

Und das sollte bald sein. Die Zeit ist langsam wieder reif, neue Geschichten zu präsentieren anstatt alte Geschichten neu aufzuwärmen – erst recht, wenn diese alten Geschichten an sich schon nicht so wirklich zu überzeugen wussten. Wenn dann noch nach dem Motto verfahren wird „Schneller, höhe, weiter und von allem noch mehr“ – dann ist das Ergebnis erst Recht noch schlimmer als das Original. Denn während ich in meiner Kritik zum Original von 1981 noch schrieb „Kampf der Titanen wäre damals, mit den technischen Möglichkeiten von heute, vermutlich genau so geworden wie es der aktuelle sein wird.“ so muss ich jetzt ergänzen: Gott sei Dank hatte Harryhausen noch nicht die technischen Möglichkeiten von heute, denn so ist, das sei vorweg genommen, sein Film letztendlich doch noch besser als es der aktuelle tatsächlich ist. Popcorn-Kino hin oder her: Einen gewissen Anspruch hat man als Kinogänger dann doch noch.

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