Kritik: SAW 6 [2009]


„Sechs fahren mit. Aber nur zwei dürfen wieder aussteigen.“

Geschafft.

So, und jetzt zum Film. Auch wenn sich obiges Zitat auf eine Karusselfahrt bezieht, könnte man dieses auch gut auf Saw 1-6 beziehen. Sechs an der Zahl sind es bis jetzt, und wenn ich zwei benennen müsste, die überleben dürften, dann würde ich natürlich zuerst ohne zu zögern Teil eins nennen – das Überleben des ersten Karussellüberlebenden war ja auch recht schnell gesichert, als unsere Hauptperson begriffen hat, was sie tun muss. Aber ebenso wie er, William heißt er, müsste auch ich lange überlegen, welches denn wohl der zweite sein soll. Viel getan haben sich die Fortsetzungen qualitativ nicht sonderlich viel, wobei Teil 2 und 5 natürlich am unteren Ende anzusiedeln sind. Teil 4 war da schon etwas besser, aber die zweite Fortsetzung hatte mir von den genannten noch am besten gefallen. Bleibt noch der fünfte Aufguss der sich beweisen muss, um, wenn man beim obigen Vergleich bleiben möchte, am Ende lebend aus dem Karussell auszusteigen…


Was liegt bei der Finanzkrise näher, als sich ein paar Banker zu krallen und sie auf die Schlachtbank zu führen? Nicht viel. Dachten sich wohl auch die Drehbuchautoren und steckten zwei von der Sorte in die obligatorische Folterfalle zu Beginn des Film. Denn so, wie die beiden Kredithaie ihre Opfer ausgenommen haben, sollen auch sie sich ins eigene Fleisch schneiden. Und wer davon genug in die Waagschale wirft, dem sei das Überleben sicher. Und wer jetzt meint, so viel Gesellschaftskritik sei ungewöhnlich für einen Horrorfilm, der sollte dranbleiben: Denn der Held des Abends wird oben bereits erwähnter William, seines Zeichens Manager einer Krankenversicherung. Er hatte die Idee, die Absicherung eines Patienten alleine von einer Formel abhängig zu machen – Einzelschicksale werden knallhart abgewiesen. Kein Wunder, dass Jigsaw so ein Verhalten schon zu Lebzeiten ein Dorn im Auge war, und so hat er – natürlich – mal was vorbereitet. Oder, wie es die Versicherung nennen würde: Vorgesorgt.


Doch nicht nur William muss dran glauben: Auch seine besten Mitarbeiter dürfen mitspielen und zwar in der geliebten Rolle des Opfers. Vier Prüfungen muss William bestehen und für jede die er nicht besteht wird ihm ein Körperteil weggesprengt. Und so muss er sich z.B. entscheiden, welche zwei von sechs gefangenen Kollegen er rettet, um sich zu retten. Der Film wird somit, da das ganze schon fast wie eine eigenständige Geschichte wirkt, schon fast ein bißchen spannend und auch wenn man William die Erlösung denn auch nicht gönnt, weil er sich ja auch wirklich falsch verhalten hat, so fiebert man doch ein wenig mit. Das es am Ende dann natürlich wieder etwas anders ausgeht als man vielleicht dachte ist ein netter Nebeneffekt und unter Umständen auch nicht wirklich vorhersehbar.

Anders als bei den übrigen Fortsetzungen ist es diesmal die zweite Storyline des Films, die enttäuscht – die Jagd nach Jigsaws Erben. Der Zuschauer weiß natürlich, dass es Hoffman ist aber die Art, wie seine Kollegen es herausfinden (oder wie sie ihm weiß machen wollen, dass sie es noch NICHT wissen, das ist mir nicht ganz klar geworden) ist einfach nur recht langweilig und uninteressant.

Saw 6, und das ist irgendwo interessant, bietet im Gegensatz zu den Vorgängern dann auch wirklich so etwas wie einen Abschluss. So ziemlich alle Handlungsstränge laufen hier zusammen und bilden eine, wenn auch eine etwas konstruierte, Einheit. Die Reihe sollte mit diesem Film zu Ende sein, denn viel mehr Twists, Zusammenhänge und (un-)glückliche Zufälle verträgt ja wohl keiner. Gut, dass es (natürlich) weitere Fortsetzungen geben wird ist ja eben genau das nicht: Gut.

Auch der sechste Teil und die somit fünfte Fortsetzung von Saw ist kein Meilenstein der Filmgeschichte. Aber anders als seine Vorgänger wird hier mal wieder eine einigermaßen schlüssige Geschichte sowie ein vorläufiges Ende der Verwirrungen geboten oder anders gesagt – der Zuschauer wird mehr Interesse am Fortgang der Geschichte haben wie es zum Beispiel im fünften Teil der Fall war. Und außerdem hat es das Franchise jetzt geschafft – das Saw-Theme ist jetzt mein offizieller Handy-Klingelton.

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3 Kommentare

  1. Pingback: Tweets that mention Kritik: SAW 6 [2009] « at the movies – welcome to the mainstream -- Topsy.com
  2. Jeannette · Mai 14, 2010

    Ach SaaW ist die beste Horro-serie die es qibt.
    Den 6. Teil hab ich zwar noch nicht qesehen
    aber ich schaetze der ist auch so geil wie die
    anderen.
    Ich hoffe es wird noch 1oo teile qeben.
    Einfach nur qanz viele daumen fuer die
    Autoren von Saaaw.

    Ich liebe euch

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    • Xander · Mai 14, 2010

      Gib’s zu: Eigentlich dürftest du die meisten Teile der Reihe noch gar nicht gucken, so, alterstechnisch mein ich jetzt 😉

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