Shortcuts: XIII, 27 DRESSES, FAR CRY, THE DAY AFTER TOMORROW

XIII – Die Verschwörung (2008)

Die Geschichte kennen wir in ähnlicher Form schon: Ein Mann ohne Gedächtnis wird gefunden. Obwohl er sich an nichts erinnern kann, scheint er extrem gute Kampfkunst-Kenntnisse zu besitzen und nach kurzer Zeit stellt sich heraus, dass er von der Regierung gejagd wird. Kein Wunder, dass man hier an die Bourne-Trilogie erinnert wird: Die Bourne-Romane, die als Grundlage für die Filme dienten, ähneln schon in Elementen dem Comic XIII von William Vance, welches auch schon als Basis für ein Videospiel verwendet wurde. Bei XIII erwartet den Zuschauer nun eine amerikanische TV-Verfilmung des Stoffes, die aber dafür sehr gut gemacht ist. Ein hektischer Schnitt versucht zwar, das geringere Budget etwas zu vertuschen, so ganz gelingen vermag es ihm allerdings nicht. Trotz dessen ist XIII spannend, mit Val Kilmer und Stephen Dorff zudem gut besetzt und hat mit seiner Aufteilung in zwei Teile auch die richtige Länge für den Stoff. Durchaus guckbar:

27 Dresses (2008)

Eine junge Frau war zwar schon auf 27 Hochzeiten, den richtigen für ihre eigene Hochzeit hat sie allerdings noch nicht gefunden. Romantisch wie sie ist, liest sie aber immer gerne die Hochzeitskolumne in der Zeitung. Eines Tages trifft sie nun den Verfasser dieser Kolumne, der sich aber nicht als solcher zu erkennen gibt. Dieser vermutet hinter der „ewigen Brautjungfer“ eine neue Story. Dumm nur, das sich beide ineinander verlieben, sie aber hinter seine Story kommt. Es kommt, wie es kommen muss: Verwicklungen, Streit, Trennung, Versöhnung, Hochzeit, das übliche Schema einer solchen RomCom. Und genau so lässt sich die Handlung auch vorhersagen. Zu Beginn des Films sehen wir Jane als Brautjungfer auf einer Hochzeit, wie sie von dem Mann beobachtet wird und zack – wir wissen, die beiden heiraten. Und spätestens, wenn wir dann 1-2 Szenen weiter erfahren, das er die Hochzeitskolumne schreibt, ist der weitere Verlauf des Films klar. Es gibt keine Überraschungen, keinen Witz, nur Zucker. Für kleine romantische Mädchen vielleicht ok, aber ansonsten ganz übel.


Far Cry (2008)

Til Schweiger in seiner Paraderolle: Mehr als einen Gesichtsausdruck brauchte er für diesen Film nicht, und so musste er sein ganzes Können abrufen, um bei den Anforderungen des Films nicht unterzugehen. Was soll ich sagen, er erfüllt seine Rolle mit Bravour. Das der Film ansonsten scheiße ist, das liegt ganz sicher nicht an ihm. Naja gut, nicht nur. Denn Uwe Boll hat es auch mit Far Cry nicht geschafft, etwas brauchbares abzuliefern. Die Story (ähem…), die Dialoge, die Schauspieler – hier passt irgendwie kaum etwas zusammen. Nicht fehlen darf in so einem Film dann auch die obligatorische Sex-Szene des Helden mit der Heldin inklusive ebenso obgligatorischer Einleitung à la „Jetzt aber raus aus den nassen Klamotten“. Der Witz des Films lässt sich dann auch prima in dieser Szene ablesen: Beide liegen im Bett nebeneinander und sie fragt „Hast du eine Kanone in deiner Hose oder…?“ Huch, mag da der unbedarfte Zuschauer denken, ein schmutziger Witz. Aber da zieht der Schweiger doch tatsächlich eine Pistole aus seinen Boxer-Shorts, denn er geht „nie ohne“ schlafen. Das da aber noch keine Kanone war, als er ins Bett gestiegen ist, darüber denken wir am besten gar nicht erst nach.

The Day After Tomorrow (2004)

Die Welt geht unter, und ein Vater sucht seinen Sohn, findet nebenbei auch noch zurück zu seiner Exfrau. Bombastische Zerstörungsorgien sucht man in diesem Film zwar nicht vergeblich, diese spielen aber nur eine Nebenrolle. Das Hauptaugenmerk liegt leider auf der kitschigen Vater rettet Sohn-Geschichte, die in weiten Teilen durchaus dazu fähig ist, einen gepflegt zu langweilen. Der Film ist, über die gesamte Laufzeit gesehen, leider nicht ganz so spektakulär wie er es gerne wäre, denn irgendwann ist das Eis nun mal da, und dann passiert auch mal lange Zeit gar nichts – bis dann die nächste Stufe eintrifft (noch schlimmeres Eis), dauert es auch ein wenig. Vielleicht gut geeignet, einen verregneten Sonntag Nachmittag rumzukriegen, mehr aber auch nicht.

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17 Kommentare

  1. lalia · September 27, 2009

    och komm, so schlecht ist TDAT nicht *g* ist immerhin umweltpolitisches statement dahinter!

    und die 27 Klleider sind doch toll, schade, dass ungefähr 25 davon im Schnelldurchlauf gezeigt werden 😉

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  2. Xander · September 27, 2009

    Deinen letzten Absatz ignoriere ich jetzt ganz einfach mal. Du als Frau bist ja doch irgendwie betroffen und dadurch voreingenommen 😉

    Aber bei TDAT hats nicht zu mehr gereicht… das hat mich nicht so wirklich umgehauen.

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  3. lalia · September 27, 2009

    mir geht es ja nur um die Klamotten, nicht um den Film *g*
    Deine weibliche Seite sollte dir mal erklären, wie das so abläuft 😉 entweder, man geht wegen dem männlichen Darsteler in einen Film, der belanglos ist, oder wegen den tollen Kostümen der Frauen ^^
    In diesem Punkt bin ich doch sehr männlich d.h. oberflächlich 😉

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  4. Xander · September 27, 2009

    Also es ist selten vorgekommen, dass ich in einen Film nur der weiblichen Hauptperson wegen gegangen bin. Obwohl diese aber schon einen gewissen Einfluss hat. Hätte mir sonst nie z.B. „Into The Blue“ angetan…

    Aber die Klamotten, die haben mal so gar keinen Einfluss. Es sei denn, man kombiniert diesen Punkt mit erstgenanntem und zieht ihn dann wieder ab, aber das geht ja jetzt am Thema vorbei.

    Noch ne Meinung zu „Far Cry“ oder „XIII“? 😉

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  5. C.H. · September 27, 2009

    „TDAT“ würde ich auch in der Region verorten wollen, aber insgesamt sehe ich ihn dann doch einen Tick wohlwollender. Ich sehe den ab und an ganz gerne, dann ist aber auch gut. 😉

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  6. lalia · September 27, 2009

    Far Cry hab ich nie gesehen udn werd wohl auch nicht dazu kommen – außer Herr boll schenkt mir mal seine gesamten Werke ^^

    XIII nö, ich schau lieber Bourne

    Klamotten abzüglich Person, DAS wäre doch auch mall ein Film wert ^^
    „sagt die eine Hose zur anderen: na heute auch schon einGELAUFEN?“ ~XD

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  7. Xander · September 27, 2009

    Aber du weißt schon das ich das anders herum meine? 🙂

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  8. lalia · September 28, 2009

    jo, aber verdreht wäre es mal was anderes *_*
    und ein Thema für Disney/Pixar ^^

    ach übrigens, schau Oben an ^^, 2D reicht und ist supi

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  9. gameria · Oktober 2, 2009

    coole Sache, war mir bei XIII nicht so sicher aber nun werd ich dem FIlm wohl ne Chance geben (fand das Videospiel schon sehr cool – also auch von der Story her natürlich)
    danke mal im Voraus

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