Serienkritik: AKTE X – DIE UNHEIMLICHEN FÄLLE DES FBI (Season 1, 2 +3)


„Wenn wir das Unvorhersehbare nicht vorhersehen, das Unerwartete nicht erwarten, in einem Universum unendlicher Möglichkeiten, sind wir vielleicht eines Tages dem Frivolwollen von jemandem oder etwas ausgeliefert, dass man nicht programmieren, kategorisieren oder irgendwie zuordnen kann.“

Lang hat es gedauert. Sicherlich, aus beruflichen und privaten Gründen musste die eine oder andere Pause eingelegt werden, doch über 1,5 Jahre hat es letztendlich gedauert, um die komplette Serie und die beiden Filme noch einmal zu sichten. Gut, andere gucken sowas in einem Monat weg, aber: siehe erster Halbsatz im zweiten Satz. Eigentlich hätte ich mir das Ganze ja auch sparen können, soll doch der 2012 erscheinende dritte Kinofilm vielleicht ein Reboot werden, um „Nichtkenner der Serie nicht zu verschrecken“ (via). Also, meine Meinung dazu sagen muss ich wohl nicht.

Aber, um beim Thema zu bleiben: Gelohnt hat es sich. Es ist zeitweise zu einem Ritual geworden, sich abends noch mal eben eine Folge anzuschauen, bevor man einschläft, bzw. ohne Mark Snows Titelthema im Kopf zu haben war an Schlaf gar nicht erst zu denken. Hinzu kommt ja, dass ich nach Sichtung der ersten acht Staffeln noch einmal systematisch sämtliche Verschwörungsfolgen eben dieser gesehen habe, bevor es dann an die komplette und erstmalige Sichtung der finalen neunten Staffel ging.

Das diese Serie ab 1993 so einen Mystery-Boom hervorrufen konnte, daran glaubte damals wahrscheinlich nicht mal ihr Schöpfer Chris Carter. Am direktesten abgekupfert hat wohl die Serie Dark Skies – Das Geheimnis um Majestic 12, dieser Serie war allerdings (leider) nicht der gleiche Erfolg beschert. Akte X ist es durch diese anhaltende Beliebtheit erstmals gelungen, obwohl die Serie noch im Fernsehen lief, einen Film fürs Kino zu produzieren, der das Geschehen dort fortführte und an den die nachfolgende Staffel nahtlos anknüpfen konnte.
Read More