Serienkritik: LIFE ON MARS – SEASON 1


„Bin ich verrückt? Lieg ich im Koma? Bin ich in der Vergangenheit? Auf jeden Fall komm ich mir vor wie auf einem anderen Planeten.“

Es gibt sie noch, diese kleinen Überraschungen. Da schlendert man nichtsahnend über den Osnabrücker Nachtflohmarkt, entdeckt die Box der ersten Staffel einer unbekannten Serie und für ein paar Euros kauft man diese, nichtsahnend. „Life On Mars„, da war doch was? Das lief ja vor langer Zeit mal spät Abends auf Kabel Eins. Und nach kurzer Zeit dann nicht mehr. Hm, das war dann wohl nichts. Aber, und sowas finde ich dann doch immer wieder schön, da hab ich mich wohl geirrt. Das ist jawohl was, und die kurze Laufzeit resultiert ganz einfach daraus, dass diese Staffel ganz einfach nur acht Folgen hat. Diese acht Folgen, und dies muss dazu gesagt werden, haben mich doch sehr unterhalten.

Manchester, in der Gegenwart: Während eines Einsatzes wird der Polizist Sam Tyler von einem Auto angefahren und schwer verletzt. Als er nach einiger Zeit wieder zu sich kommt, staunt er nicht schlecht: Er befindet sich im Jahre 1973! Dies bedeutet für ihn ein komplett neues Leben, hat er es doch mit korrupten, „rückständigen“ Kollegen zu tun sowie mit Fällen, die irgendwie mit seiner Situation zu tun haben – schafft er den Weg zurück in sein richtiges Leben?

Doch Life On Mars beschränkt sich dabei nicht nur auf die Prämisse, dass Sam Tyler aus dem Jahr 1973 zurück in die Gegenwart will und dabei die jeweiligen Fälle immer als Sprungbrett zurück sieht. Vielmehr werden hier und da, gerne auch genau dann, wenn es besonders spannend wird, kleine Mystery-Elemente eingebaut. So hört Sam plötzlich einen Arzt, der über seinen Zustand spricht. Oder seine Mutter ruft ihn über ein eigentlich totes Telefon an und fleht, er möge doch aus dem Koma erwachen. Oder der Fernseher spricht zu ihm. Oder… tja da stellt sich die Frage: Ist er verrückt, liegt er im Koma oder ist er zurück in die Vergangenheit gereist? So viel sei verraten: So wirklich wird das nicht geklärt. Das darf man aber auch verraten, denn worum sollte es ansonsten in der zweiten Staffel gehen?

Fazit: Life On Mars ist eine absolut guckbare, englische Krimiserie mit einer unverbrauchten Story und sehr witizigen Einfällen. Punktabzug gibt es definitiv dafür, dass die erste Staffel viel zu kurz ist. Aber ansonsten: Unbedingt für den nächsten Flohmarktbesuch vormerken!

Die zweite Staffel

Wie es der Zufall so will: Nachdem ich Staffel 1 durch hatte, musste die zweite her. Problem: Die Synchronisation wurde im Auftrag von Kabel Eins gemacht. Da der Sender es aber (bis heute) nicht geschafft hat, die zweite Staffel auszustrahlen, gibt es bis zum heutigen Tag keine DVD Box mit der zweiten Staffel und der deutschen Tonspur. Also habe ich mir kurzerhand die Box aus England einfliegen lassen (was, man wundert sich, über Amazon.co.uk billiger war als über Amazon.de) und diese wartet jetzt darauf, gesehen zu werden. Lustig daran: Ab morgen startet die zweite Staffel auf Kabel 1! Und das ist jetzt Zufall, denn das hab ich erst durch „Recherche“ für diesen Text erfahren…


(YouTube)


Life On Mars:
Ab dem 27.06.2009, 23:05 Uhr, Kabel Eins (wöchentlich, danach 22:55 Uhr)

UPDATE 24.01.10:
Kritik zu Season 2: Hier.

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4 Kommentare

  1. bullion · Juni 26, 2009

    Ja, hat mir damals auch sehr gut gefallen. Zur zweiten Staffel bin ich nie gekommen, will mir aber irgendwann auch die DVDs holen. Dann aber gleich die UK-Version.

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  2. Xander · Juni 26, 2009

    Ja, ich denke auch, vor allem da diese ungekürzt sind. Doch was soll man machen, ich guck halt auch gerne auf Deutsch 😉

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  3. Wortman · Juni 27, 2009

    Die erste Staffel hab ich gesehen und fand sie überaus interessant.
    Muss immer noch an den Start denken, wie er im Büro telefoniert, die Vermittlung dran hat und er es gar nicht rafft, dass die eben noch kein Internet und Handy kannten.

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  4. Pingback: Serienkritik: LIFE ON MARS – SEASON 2 « at the movies – welcome to the mainstream

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