Kritik: THE TEXAS CHAINSAW MASSACRE 2 (1986)


„Das ist geil, da hörst du die Toten Kekse essen!“

14 Jahre sind seit Teil 1 vergangen. Als die Radiomoderatorin Stretch einen erneuten Kettensägen-Mord mitschneidet, wird auch Leutnant ‚Lefty‘ Enright hellhörig, der Onkel von Franklyn und Sally aus Teil 1. Er schwört auf Rache und sieht seine Chance, sie zu bekommen…


Mehr gibts auch nicht zum Inhalt zu sagen, hält sich der Film doch nicht lange mit irgendeiner Vorgeschichte auf. Dies unterscheidet ihn dann doch so ziemlich vom ersten Teil. Dieser bestach ja eher weniger durch Splatter und Blut, sondern eher durch Spannung und durch dem, was man eben NICHT sah. Das ist in Teil 2 insofern anders, dass erst gar nicht versucht wird, großartig auf Spannung zu setzen, oder gar Charaktereinführung. Gleich in der Eröffnungsszene wird einem jungen Mann der Schädel halbiert und das Blut spritzt in Fontänen heraus – nein, sowas gabs im ersten Teil nicht.

Das diese Neuausrichtung dem Film dabei gut tut, kann man nicht unbedingt sagen. Er ist in meinen Augen ganz einfach viel zu krank. Das Oberhaupt der Kannibalenfamilie hampelt herum wie Louis de Funes, Leatherface‘ Bruder ist zwar auch wieder mit dabei, allerdings noch gestörter als im ersten Teil. Das kann man dann auch zum ganzen Film sagen: Noch gestörter als der erste Teil. Die neue Behausung der Killer sind unterirdische Gänge unter einem Vergnügungspark, ausgeleuchtet durch bunte, kitschige Lämpchen, die der ganzen Szenerie noch einen surrealen Eindruck verschaffen, doch irgendwie ist das alles nur noch der reinste Trash. Dachte sich wohl auch Dennis Hopper, der scheinbar richtig viel Spaß an seiner Rolle hatte, richtig abgeht und einen Lichtblick in diesem Film darstellt, wenn er mit seinen drei Kettensägen bewaffnet die Gänge betritt und schreit „Ich reiß hier alles nieder! Ich mach den Laden dicht!“

Am besten konsumierbar ist der Film somit nur, wenn man genau weiß, worauf man sich einlässt und genug Bier im Kühlschrank hat. „Texas Chainsaw Massacre 2“ ist nichts, wovor man sich fürchten muss, sondern eher was für den etwas seltsameren Humor. Handwerklich für die Zeit gut gemacht, aber eben nicht so ganz mein Geschmack.

2 Kommentare

  1. bullion · Februar 11, 2009

    Den kenne ich noch gar nicht. Reizt mich allerdings auch nicht mehr so, da die Zeiten der Splatterknaller um des Splatterns Willen bei mir irgendwie vorbei sind…

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  2. Xander · Februar 11, 2009

    … und genau so könnte man diesen Film auch erklären 😉

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