Kritik: TRANSPORTER 3 [2009]


„Unter einer Bedingung – ich fahre mein eigenes Auto!“

Frank is back in business – allerdings eher unfreiwillig. Er wird gezwungen, ein Paket von Marseille nach Budapest bringen, und das unter erschwerten Bedingungen: Seine „Auftraggeber“ haben ihm ein explosives Armband umgelegt und sollte er sich zu weit vom Wagen entfernen, wird dieses mit ihm zusammen in die Luft fliegen…


Wie schon bei den beiden ersten Teilen gilt hier: Story egal, Hauptsache Action. Dass das Grundgerüst aber eben dieser nicht nur frappierend an den zweiten Teil erinnert ist nicht der einzige Grund, warum die zweite Fortsetzung nicht so ganz zünden will wie ersten beide Filme.

Die Action ist natürlich wie gewohnt over the top – doch wirkt sie mittlerweile abgekupfert. Nicht nur, dass manche Szenen wirken wie ein Videospiel, in dem ein paar Dialoge nur dazu dienen, auf den großen Bosskampf vorzubereiten (Immer, wenn mehr als 4 Leute im Raum sind, weiß man eh schon, wie’s ausgeht…), sondern man hat auch teilweise das Gefühl, bei den Kampfszenen oder Verfolgungsjagden wurde nachträglich das Tempo erhöht, quasi etwas „vorgespult“, um eine höhere Dynamik zu erreichen. Doch da tritt der gleiche Effekt ein wie bei der hier schon oft erwähnten „Action-Zeitlupe“: Es wirkt einfach nicht.

Wenn ich bei den Vorgängern schon geschrieben habe, die Story wäre relativ egal und gibt nur den Grund für die Actionszenen vor, so will es der dritte Teil besser machen. Frank Martin darf Gefühle zeigen und genau das sind dann auch immer die Szenen, in denen dem Film die Luft ausgeht, weil spürbar das Tempo herausgenommen wird. Mir kam es vor, als wollte Besson eine ähnlich faszinierende Beziehung schaffen wie zwischen Mathilda und Léon oder Corben und Leelo („Das 5. Element“) – doch in einem Transporter-Film hat das absolut nichts verloren. Er will dadurch nur ernster genommen werden, als ihm gut tut. Das Frank und Valentina dabei auch immer und an den unpassendsten Stellen nur übers Essen reden, nervt ebenso.

„Transporter 3“ ist an manchen Stellen eine echte Geduldsprobe, nur um dann wieder Vollgas zu geben und seine Vorgänger in den Schatten zu stellen. Zusammen mit der geringen Innovationsfreude bleibt aber dennoch ein Film, der einem zwar einen netten Filmabend beschert, darüber hinaus aber nicht weiter im Gedächtnis bleibt. Dieses Schicksal teilt die „Transporter“-Reihe ja dann auch irgendwie mit „Taxi 13„.

Dieser Film könnte Euch gefallen, wenn Ihr folgendes mögt:
The Transporter„, „Transporter 2 – The Mission

11 Kommentare

  1. C.H. · Januar 12, 2009

    der einem zwar einen netten Filmabend beschert, darüber hinaus aber nicht weiter im Gedächtnis bleibt.

    Ja, das ist natürlich richtig, war beim „Transporter“ aber ja auch nie anders. Wenn man ehrlich ist, ist der einzige Geund der die Reihe etwas über den Durchschnitt hebt: Jason Statham.

    Allerdings bin ich – ein wenig anders wie du – der Meinung, das dieser dritte Teil im Vergleich zum Zweiten eine ganz klare und deutliche Verbesserung darstellt. Natürlich kann er nichg ganz an den ersten anknüpfen, dennoch: „Tranbsporter 3“ geht in dem was er sein will in Ordnung.

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  2. Xander81 · Januar 12, 2009

    Eine deutliche Verbesserung sind bei dir 5/10 Punkten? Das sagt einiges über den Vorgänger aus…

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  3. nania · Januar 13, 2009

    Ich fand den Film (wohlgemerkt als Frau) sogar eigentlich ganz gut.
    Es mag wohl an Statham liegen, dass man sich den Film ansehen will, aber auf der anderen Seite ist es doch mal schön, wenn man sich zurücklegen kann, Gehirn aus macht und genießt. Transporter 3 war einer der Filme, die mich ins Kino ziehen weil ich genau das da machen kann:

    Entspannen

    Man kann nacher über den Film nachdenken und wird feststellen: Hey, warum eigentlich darüber nachdenken?
    Braucht man nicht, weil er Spaß macht.

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  4. DHJaeger · Januar 13, 2009

    Ich habe den Film gerade gesehen und muß ihn jetzt erstmal verdauen! Morgen gibt es dazu meine Kritik.

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  5. Xander · Januar 13, 2009

    Dann bin ich mal gespannt!

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  6. DHJaeger · Januar 13, 2009

    Darf ich dann auch Spoilern, wenn ich vorher warne?

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  7. Xander · Januar 13, 2009

    Na was will man da groß spoilern – aber warnen ist immer gut 😉

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  8. DHJaeger · Januar 14, 2009

    Ich bin in der Film reingegangen ohne große Erwartung. Und wurde nicht enttäuscht. Ich habe mir vorher schon gedacht das wieder übertriebene Actionszenen gezeigt werden. Dagegen bin ich ja auch nicht. Keineswegs. Ich stehe ja auch dazu das ich Transformers toll finde.
    Was mich am meisten an diesem Film stört ist das Paket, die Bösewichter und die vielen Ungereimtheiten.
    Die Valentina, die neben den Beruf Tochter auch noch Restauranttesterin zu sein scheint, ging mir schon am Anfang auf die Nerven als sie ihren Namen nicht verraten wollte. Wäre diese Frau nicht gewesen. Wäre der Film zwar kürzer geworden aber dafür ein bisschen ertragbarer.
    Die Bösen waren auch ganz toll. Treffen genauso gut wie der Terminator in Terminator SCC.
    Aber den Vogel abgeschossen hat der Boss. Als er die Handgelenkbombe umgeschnallt bekommt während er auf dem Auto festgegurtet war. Was macht er?! Er macht sich los von dem Wagen. Hat der Typ angst gehabt sich ein paar Knochen zu brechen, wenn er mit dem Auto rausfällt? Frank hätte ihn lieber rausschmeißen sollen aus dem Zug. Das wäre witziger geworden und hätte nicht so viel Kopfschütteln bei den Kinobesuchern verursacht.
    Über die ganzen Ungereimtheiten im Film habe ich jetzt keine Lust mehr zu schreiben
    Ich war froh als der Film endete.

    Und ich werde wohl nie begreifen warum der BLÖDMANN SICH VOM AUTO LOSGEMSCHT HAT!!!!!!!!!!!!!!!!

    Ich muss aufhören die Kopfschmerzen von gestern kommen wieder.

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  9. Xander · Januar 14, 2009

    Ja, mit der Logik hats keiner der drei Teile so besonders…

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