Kritik: THE TRANSPORTER [2003]


„Jetzt klar was ich meinte wegen der Stoßdämpfer?“

Frank Martin hat sich einen etwas anderen Job gesucht: Als „Transporter“ erledigt er Kurierfahrten der etwas anderen Art. Ohne Fragen zu stellen, befördert er Päckchen von A nach B. Diese Diskretion wird gerne in Anspruch genommen, doch da verletzt Frank eine seiner goldenen Regeln: Er schaut in das Päckchen. Dort findet er die Asiatin Lai vor. Mit ihrer Hilfe kommt er einem großen Menschenhandel auf die Spur…


Regel Nummer 1: Ein Deal ist ein Deal.“
Regel Nummer 2: Keine Namen.“
Regel Nummer 3: Niemals das Paket öffnen.“

Das sind Franks Regeln, und so hat er bisher immer seine Jobs erledigt. Nun begab es sich aber zu der Zeit, dass er sich just zu Beginn des Films einmal nicht daran hält (wäre ja auch sonst langweilig) und schon hat er die Scheiße am Dampfen. Mehr Inhaltsangabe braucht es eigentlich nicht, um diesen Film wiederzugeben, und mehr braucht der Film auch nicht. „The Transporter“ ein Actionfilm in Reinform, und genau das macht in so gut.

Es muss nicht immer Arthaus sein, und tiefgehende Charakterstudien oder spannende Thriller sind auch nicht immer angebracht. Manchmal braucht man Filme, um den Kopf freizukriegen, und das schafft „The Transporter“ sehr gut. Die Story ist im Grunde nur der Aufhänger, um die Actionszenen aneinanderzureihen, und was man anderen Filmen mal ankreidet, stört in diesem Film keineswegs. Ist man im ersten Teil des Film noch ganz „benommen“ von den Verfolgungsjagden (damals war es noch ein BMW), wechselt der Film irgendwann die Richtung – und zwar nachdem der BMW explodiert ist. Dann erwartet einen ein lupenreiner Martial-Arts-Film, der mit Jason Statham perfekt besetzt ist. Die Kämpfe sind gut choreographiert, die Witze und Oneliner passend getimed und nicht zu viele und nicht zu wenig, und das Maß an Action ist, wenn auch etwas übertrieben, so aber immer noch im Rahmen. Teil 2 hatte es seinerzeit ja etwas übertrieben.

Leichte Mängel findet man, wenn man sucht, natürlich auch. Wenn Frank seinen Reifen wechselt, montiert er in einer Szene das Reserverad ab, in der nächsten Szene hat er dann den originalen Reifen in der Hand. Lai hat mal ein großes Loch im Klebeband auf ihrem Gesicht, mal ein kleines. Wenn Frank aus dem Wasser steigt, ist er mal trocken, dann wieder nass. Solche Schnittfehler gibt es einige, und logisch ist auch nicht immer alles. Aber hey: Bei dem Film interessiert das doch keinen. Hauptsache, die Bösen kriegen auf die Fresse. Und, für Frauen interessant: Ja, er kämpft auch eingeölt mit nacktem Oberkörper.

Dieser Film könnte euch gefallen, wenn ihr folgendes mögt:
„Léon, der Profi“, „Taxi“, „Transporter – The Mission“

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12 Kommentare

  1. lalia · Januar 8, 2009

    Hab den Film damals im der Sneak gesehen und war echt gut unterhalten. auch die Ableger sind enorme Spaßfilme, die man nicht ganz ernst nehmen sollte, aber deren Handlung auch nicht schlechter sind, als James Bond Streifen.

    Allerdings reicht es mir, die Filme im TV wieder zu sehen

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  2. Renee · Januar 8, 2009

    hab ihn auch im regal und ich mag ihn sehr, den frank, seinen charakter, seine drei Regeln … cool … besser als Hr. Gerührt-und-nicht-Geschüttelt ;-))

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  3. bullion · Januar 8, 2009

    Ich kann mich kaum noch an den Film erinnern, fand ihn wohl nett (ca. 6-7 Punkte), aber nicht mehr.

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  4. C.H. · Januar 8, 2009

    „Transporter“ ist völlig in Ordnung. Statham ist cool, das mediterrane europäische Setting gefällt, der Film hat Humor und Action. Also alles Tip Top. Den zweiten mag ich allerdings nicht wirklich, da geht wie ich finde ein wenig der Charme verloren. Mal sehen wie jetzt in Bälde der Dritte wird.

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  5. sunrisedreamer · Januar 8, 2009

    Ich mag die Filme sehr gerne. Sie sind echt unterhaltsam, wenn auch etwas überdreht 🙂 Für ne Tüte Popcorn und etwas geistige Entspannung, genau das richtige. Haupsache viel Explosion und schrottreife Autos ^^

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  6. Xander · Januar 8, 2009

    Da sind wir ja (fast) alle einer Meinung. Den zweiten Teil fand ich nur leider auch nicht so gut, wie schon erwähnt ist er doch etwas sehr überzogen…

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  7. Renee · Januar 9, 2009

    hatte zuerst den Zweiten gesehen und wollte dann wissen um was es überhaupt ging und habe mir den ersten besorgt 😉 vielleicht gefällt es mir deshalb *höhö*

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  9. Pingback: The Transporter (2002) « isinesunshine
  10. Michael Reifen · Februar 6, 2009

    Hallo,

    bin hier zufällig gelandet.

    Sehr gut geführter Bolg, Angenehm zu lesen, man merkt das hier jemand mit viel
    Energie am werk ist. Möchte mich meinem Vorschreiber anschließen.Ist immer wieder erfreulich zu lesen das auch andere die gleiche Meinung haben.

    Weiter so.

    Gruß

    Michael

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  11. Xander · Februar 6, 2009

    Danke für deinen Kommentar und „Welcome at the movies“! 😉

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  12. Pingback: Kritik: DRIVE [2012] « at the movies 2

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