Kritik: BLACK CHRISTMAS [2006]


„Das ist jetzt meine Familie!“

Das Studentenwohnheim, in dem Kelli, Dana, Lauren, Megan, Heather und Melissa leben, hat eine bewegte Vergangenheit hinter sich: Vor etlichen Jahren lebte hier Billy mit seiner Familie. Diese sperrte in auf den Dachboden und quälte und misshandelte ihn jahrelang, bis sie von Billy im Rausch getötet wurde. Billy wurde daraufhin in eine geschlossene Anstalt gesteckt. Doch dieses Jahr – kommt Billy zu Weihnachten nach Hause…



Ich war ja schon ziemlich gespannt auf den Film. Nachdem die Kritiken schwankten von ziemlich mies bis recht gut und spaßig und Jäger mir im Vorfeld den Film auch miesmachen wollte, musste ich ihn mir eben noch angucken. Und, um ehrlich zu sein: So wirklich enttäuscht wurde ich eigentlich nicht.

Sicherlich erfindet der Film das Slasher-Genre nicht komplett neu und bedient sich auch einiger Klischees, doch mal ehrlich: Das ist ja im Grunde das, was man von so einem Film erwartet und das ist ja auch das mindeste, was man von einem Remake erwarten kann (auch wenn ich das Original nicht kenne). Andererseits ist das aber wieder ein Nachteil des Films: Er ist zu vorhersehbar und das Ende ist jetzt auch nicht sooo überraschend, wie man sich das vielleicht gewünscht hätte. Dazu kommt noch, dass die „Geschichte“ teilweise sehr verwirrend erzählt wird und die Charaktere dabei ziemlich auf der Strecke bleiben. Selten habe ich es in einem Film erlebt, dass die Hauptpersonen so nebensächlich eingeführt wurden. Ihr könntet mich jetzt, ca. 1 h nach dem Film, fragen, wer von diesen kreischenden jungen Frauen Kelli war – ich wüsste es nicht. Ist aber auch egal, sie ist vermutlich eh tot. Denn darum gehts in dem Film hauptsächlich, Dialoge oder sonstiges Drumherum dienen nur als Überleitung zur nächsten Schlachtplatte. Und diese Morde, so sehr sie sich auch in der Ausführung ähneln, haben es in sich: Hier werden Augen bei lebendigem Leibe herausgerissen, aus der Haut des Opfers mit Backformen Kekse ausgestochen und gebacken usw…- für Zartbesaitete mag das nichts sein, im Großen und Ganzen macht das aber Spaß sich anzugucken (das hört sich jetzt kranker an als ich es meine).

Punkten kann der Film aber, neben den Splatterszenen, mit den Rückblenden auf Billys Vergangenheit. Diese wurden meines Erachtens sehr gut in Szene gesetzt und lassen Rückschlüsse auf Billys Beweggründe zu. Ob das nötig wäre, lasse ich mal dahingestellt, gut umgesetzt ist es auf jeden Fall.

Insgesamt bleibt ein vorhersehbarer, teilweiser unlogischer und konfuser, aber dennoch solider und spaßiger Splatterfilm, der zwar nicht alles anders macht, aber das Nötige richtig.

Dieser Film könnte Euch gefallen, wenn Ihr folgendes mögt:
„Scream“, „Halloween“, „All The Boys Love Mandy Lane

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6 Kommentare

  1. DHJaeger · Dezember 14, 2008

    6 Punkte!
    Unser Filmgeschmack ist wirklich sehr unterschiedlich.

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  2. Xander · Dezember 14, 2008

    Scheint so… nur so aus Interesse: wieviele hättest du gegeben?

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  3. DHJaeger · Dezember 14, 2008

    2-3 Punkte. Aber es ist aber auch ein wenig her wo ich den gesehen habe. Ein weiteres mal werde ich mir den nicht antun. 😉

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  4. Xander · Dezember 14, 2008

    Hast vielleicht eine geschnittene Variante gesehen… ich glaub im Kino war der ab 16. Naja, aber 6 Punkte ist ja auch kein Oscar-Anwärter 😉

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  5. Pingback: Duell: BLACK CHRISTMAS [1974] vs. BLACK CHRISTMAS [2006] (ZS) « at the movies – welcome to the mainstream!
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