Kritik: WHISPER [2007]


„Die Augen sind das Fenster zur Seele!“

Max und Roxanne lassen sich von dem Kleinganoven Sydney dazu überreden, den kleinen David zu entführen – schließlich winkt eine hohe Belohnung, und das Geld können beide gut gebrauchen. Doch schon bald merken sie dass etwas nicht mit rechten Dingen zu geht – David scheint nicht ganz so ein unschuldiges Kind zu sein, wie sie dachten…


Kleine Kinder können gruselig sein. Das weiß man nicht erst seit „Kevin – Allein zu Haus“, sondern spätestens seit „Das Omen“ (Original oder Remake). Dabei ist es allerdings ein Unterschied, ob dieser Grusel gewollt ist (Das Omen) oder eher ein unbewusster Nebeneffekt (Kevin). „Whisper“ schafft es, aus beidem etwas heraus zu holen und ist nicht nur an Stellen gruselig, an denen es das Drehbuch vorschreibt, sondern teilweise auch wegen des Drehbuchs…

Woher der Film dabei seine Ideen nimmt, habe ich ja schon – und das habe ich glaube mit jeder Kritik zu diesem Film auf der ganzen Welt gemeinsam – angedeutet. „Das Omen“ war das große Vorbild und Stephen King scheinbar eine weitere Zutat. Es ist mit Sicherheit kein Zufall, dass die Geschichte im verschneiten Maine spielt. King-Lesern wird diese Location jedenfalls bekannt vorkommen…

Man nehme eine Gruppe Gangster, von denen das Pärchen natürlich nicht ganz so böse ist und als Sympathieträger herhalten muss, ein abgeschiedenes, verschneites Haus mitten im Wald und ein übersinnliches, abgrundtief böses Kind, fertig ist der spannende Film. Weit gefehlt, beginnt „Whisper“ doch eher langweilig. Gerade zu Beginn sind die Schockeffekte zu gewollt und vorhersehbar. Jedesmal, wenn das Kind im Bild ist, auch wenn man noch gar nicht weiß, worum es überhaupt geht und wer die Leute alle sind, wird mit dem Holzhammer eine bedrohliche Stimmung geschaffen. Erst im Laufe der Zeit, wenn der Großteil der Protagonisten schon tot ist, fängt sich der Film, konzentriert sich ganz auf den diabolischen David und zeigt, wie spannend es von Beginn an hätte sein können. Das Ende wird noch einmal actionreich und danach sehen wir, was wir ja schon immer wussten: Nicht alle sind von Grund auf böse und manche haben doch ein gutes Herz.

Was für ein schönes Schlusswort… bald ist Weihnachten!


(YouTube)

Dieser Film könnte Euch gefallen, wenn Ihr folgendes mögt:
„Das Omen“, „Shining“, „Hide & Seek“

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4 Kommentare

  1. sunrisedreamer · Dezember 9, 2008

    Sieht interessant aus !

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  2. huangdi · Dezember 9, 2008

    Den Film fand ich ganz unterhaltsam, zumal der Junge wirklich ueberraschend glaubhaft boese war. Und Josh Holloway variiert souveraen seine Rolle aus „Lost“ – den knurrigen, aber nicht wirklich boesen Gauner.

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  3. wortman · Dezember 9, 2008

    Interessant war, dass eben auch die „Guten“ so ihre Geheimnisse hatten. Ich fand den Jungen auch sehr überzeugend.

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  4. Nirak · Dezember 11, 2008

    Müsste mir gefallen 😉

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