Kritik: JAMES BOND 007 – MOONRAKER


„Ich bitte Sie, Mr. Bond, ein Siebzigjähriger verträgt 3 G.“
– „Dummerweise ist nie ein Siebzigjähriger zur Hand, wenn man ihn braucht…“

Während des Transports des Shuttles „Moonraker“ von Amerika nach England wird eben jenes in der Luft entführt. James Bond, der den Hersteller Drax dazu befragen will, kommt bald dahinter, was seine wirklichen Absichten sind: Die Vernichtung der Menschheit und die Erschaffung einer neuen Superrasse!


Ehrlich gesagt bin ich etwas ratlos. Ich mein, ich habe eben zum ersten Mal „Moonraker“ gesehen. Ich wusste ja, ich kenne noch nicht alle, und ich wusste auch, das es auch weniger gute gibt, nur dachte ich da eher an „weniger gut“ als an „besseres schlecht“. So nach dem Motto: „Feuerball“ war nicht so besonders, aber ok, ist annehmbar. Und jetzt sowas… eine James-Bond-Parodie, die offiziell zur Reihe gehört, jetzt hätt ich fast gesagt „Muppets im Weltall“, keine Ahnung wie jetzt darauf komme…

So stört mich zum Beispiel dieses merkwürdige Humorverständnis der Macher, gut, das ist mir schon öfter aufgefallen, aber hier ist es extrem. Beißers Rolle wird geradezu ins Lächerlich gezogen und sein Mythos als ernszunehmender Gegenspieler demontiert. Passend dazu: Seine kleine blonde Freundin und sein Wechsel zu den Guten am Ende.
Was noch so stört? Die High-Tech-Luftkissen Gondel inkl. Fahrt selbiger über die Straßen Venedigs. Selbst für James Bond Verhältnisse penetrantes Product-Placement (inkl. Marlboro-Werbemusik, wenn mich nicht alles täuscht). Man könnte jetzt sagen, „Egal, Bond ohne Product Placement ist eben undenkbar.“[sic] Man könnte aber auch sagen: Das muss nicht sein.

Der absolute Höhepunkt wird allerdings bei der Laserschlacht im Weltraum erreicht. Also, für einen Science-Fiction Film der damaligen Zeit wäre das natürlich grandios gewesen und wäre es immer noch, das hat schon was. Aber sowas gehört absolut nicht in einen James Bond Film, in einen Agenten-Film – es sei denn, es ist eine Parodie auf selbigen und seine Gadgets.

Dabei gibt es auch gute Szenen. Ziemlich zu Anfang die Szene in der Zentrifuge fand ich ziemlich gut (auch, weil ich in dem den schon nach einer Runde gekotzt hätte und ziemlich mitgefühlt habe). Oder noch weiter vorne, die Sequenz vor den Credits im Flugzeug – das hat was. Und man merkt – es fing eigentlich gut an (bis auf ein paar alberne Sketch-Einlagen, die sich zum Ende hin immer mehr häufen).

Also, Fazit? Na, das könnt Ihr Euch ja denken.

Diese Film könnte Euch gefallen, wenn Ihr folgendes mögt:
Agentenfilm-Parodien, „Star Wars“

7 Kommentare

  1. lalia · Oktober 20, 2008

    *lol* kann dir da nur zustimmen. Bond gehört nicht ins Weltall.
    der Beißer wird nur noch an Nervigkeit von dieser blonden Heidi getoppt und die Sprüche von James Bond waren auch schon treffender. Überraschenderweise wird dieser Teil am häufigsten wiederholt, so kommt es mir zumindest vor.

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  2. Xander · Oktober 20, 2008

    Ich krieg das gar nicht mehr richtig mit, was so im Fernsehen läuft… habe auch gar keine Fernsehzeitung. Also was wann wiederholt wird – keine Ahnung. Der Vorteil bei solch älteren Filmen: Die kommen dann ja im ÖR, also werbefrei. Oder?

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  4. lalia · Oktober 21, 2008

    Jap ohne werbung, dafür ab 22 Uhr… meine Eltern schaun halt lieber nen Bond, auch nen schlechten, als was anderes *g*
    also wenn du deine sammlung günstig weiterverkaufen willst … 😉

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  5. Xander · Oktober 21, 2008

    Ich fand die schon verhältnismäßig günstig. Und ab drei Bond-DVDs gabs nen 7 Euro Gutschein, also war jeder Teil dieser drei DVDs im Grunde noch mal 2,33 Euro günstiger – wenn man bedenkt dass man diese 7 Euro sowieso irgendwann in dem Laden lassen würde. Sonst natürlich nicht.

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