Kritik: JAMES BOND 007 – CASINO ROYALE


„Werde ich ein Problem mit Ihnen bekommen, Bond?“
– „Nein, keine Sorge, Sie sind nicht mein Typ.“
„Was, klug?“
– „Single.“

James Bond ist LeChiffre auf der Spur, einen Finanzier des Terrorismus. Als Bond einen seiner Coups verhindert und LeChiffre so viel Geld verloren hat, steht dieser unter Zugzwang: Bei einem großen Pokerturnier will er das Geld zurückgewinnen, ansonsten steht sein Leben auf dem Spiel. M schickt Bond ins Turnier, um das Geld zu gewinnen und LeChiffre zur Koorperation zu bewegen…


Das, ist er also, der (jetzt schon nicht mehr ganz so) neue Bourne Bond, der Nachfolger von „Stirb an einem anderen Tag“. Obwohl – Nachfolger? Viel hat dieser Film mit seinen Vorgängern nicht mehr gemein.

Schon die Eingangssequenz zeigt, wo die Reise hingeht: Schwarz-Weiß, düster, brutal und kompromisslos wird Bonds zweiter Mord gezeigt, der ihn in den Doppel-Null-Status befördert. Und so geht es weiter: Nach den Credits folgt eine atemberaubende Verfolgungsjagd über eine Baustelle, am Ende wird dann gleich eine halbe Botschaft in Schutt und Asche gelegt. Dann lässt es der Film für kurze Zeit etwas ruhiger angehen, man muss ja auch erfahren, worum es geht.


„Wie konnte dieser Bond sich nur so dumm anstellen. Ich gebe ihm Doppel-Null Status, und er feiert es indem er eine Botschaft zusammenschießt!“

Also es geht darum, wer von wem Geld bekommt. Das ist alles. Da will niemand die Weltherrschaft. Der Böse kämpft nicht gegen Bond, weil dieser ihm bei seinen bösen Plänen im Weg steht, sondern nur, um seinen eigenen Arsch zu retten. Und wie könnte man Konflikte besser lösen als mit einer Runde Poker? Also schon mal erste Bondmerkmal, welches wegrationalisiert wurde. Dann war Bond immer ein Macho, vögelte alles was nicht bei drei auf den Bäumen war. Das ist vielleicht nicht unbedingt politisch korrekt, gehörte aber dazu (Stichwort „Bond-Girl“). Aber hier ist Bond gleich verlobt, dementsprechend monogam und ja soo verliebt, Kitschszenen kurz vor Schluss inklusive. Eigentlich gibt es aber noch mehr Szenen, die so wenig James Bond sind wie George Clooney Batman. Doch all das ist ja schon bekannt und wahrscheinlich auch gewollt, Bond sollte ja zurück zu den Wurzeln, quasi ein Reboot.

Im Grunde ist „Casino Royal“ ein neuzeitlicher Actionfilm, dessen Protagonist zufällig so heißt wie ein Agent in 20 Filmen zuvor. Diesen Part macht er aber gut, erinnert teilweise auch stark an die Bourne-Filme, hat aber teilweise Längen und Belangloses zu bieten. Die „Bewertung“ ist also eine Mischung aus Bond-Film (6/10) und Action-Film (8/10). Wer wissen möchte, wies ausgeht: „Ein Quantum Trost“ spielt zwei Minuten nach der letzten Szene aus „Casino Royal“.

Dieser Film könnte Euch gefallen, wenn Ihr Folgendes mögt:
„Die Bourne-Trilogie“, „Batman Begins“, „James Bond 1-20“

6 Kommentare

  1. lalia · Oktober 5, 2008

    Der Film ist sowas von guuuut *_*

    und zudem, Geld regiert schon die Welt. Also kämpft er wieder gegen einen Welteroberer…

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  2. wortman · Oktober 6, 2008

    wenn ich mir die letzen postings ansehe…. xander, bist du bond-fan? 😉

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  3. Xander · Oktober 6, 2008

    öhm… reiner Zufall 😉

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