Kritik: JUNO


„Hast du was geahnt, als sie uns gebeten hat, uns zu setzen?“
– „Ja, aber ich hatte gehofft, sie wär von der Schule geflogen, oder drogenabhängig…“

Juno ist 16, auf der High-School und nach dem ersten Mal direkt schwanger geworden. Der Versuch abzutreiben wird beim Besuch der Abtreibungsklinik gleich verworfen und so beschließt sie, das Kind zu bekommen und sich gleich nette Adoptiveltern zu suchen. Marc und Vanessa scheinen da genau die richtigen zu sein…


In letzter Zeit ist es ja in Hollywood Mode geworden, sich anstatt an was neues mehr an Fortsetzungen und Remakes zu versuchen. Da bleiben einem nur noch die kleinen Indie-Filme, wenn man Filme mit Herz sucht, die zu überzeugen wissen. „Donnie Darko„, „Garden State„, „Little Miss Sunshine“ – alles super Filme, die in der Form wahrscheinlich von keinem großen Studio vorbehaltlos produziert worden wären. Und dieses Jahr kam „Juno“ und hat diese Theorie wieder einmal bestätigt. Geht ja auch schon gut los:


(YouTube)

Dabei ist es vor allem der großartigen Ellen Page zu verdanken, die ihre Juno mit so viel Leben, Witz und Überzeugung spielt, als müsste sie dafür gar nicht schauspielern. Da sich der Film im Grunde nur um sie dreht, steht und fällt er auch mit seiner Hauptdarstellerin, die wie gesagt ihre Rolle sehr gut spielt.

Würde man bei der Story wohl eher ein Drama erwarten, bekommt man mit diesem Film eine unbeschwerte, lebensbejahende Komödie mit intelligenten Dialogen präsentiert, die sich auch um die Fragen dreht, die wir uns auch stellen: Was macht das älter werden aus, wann ist man reif genug für gewisse Dinge? Ist eine 16-jährige reif genug „sexuell aktiv“ bzw. schwanger zu sein? Ab wann ist mann reif genug um Vater zuwerden („Aber Sie sind reif! Sie sind alt!“ bzw. „Das Shirt ist lächerlich. Werd erwachsen!„))? Am Ende sucht sich Juno auch den Freund, der ihr vielleicht am Anfang nicht reif genug erschien und zeigt dadurch, dass sie durchaus reif genug ist, Entscheidungen zu treffen.

Doch damit hier kein falscher Eindruck entsteht: „Juno“ will niemanden belehren oder den Moralapostel spielen. Es ist ein einfaches Feel-Good-Movie mit beschwingter Musik (den Soundtrack werde ich mir glaub auch mal zulegen), das einfach Spaß macht zu gucken. Also: Gucken!

Dieser Film könnte euch gefallen, wenn Ihr Folgendes mögt:
Garden State, Little Miss Sunshine, Gilmore Girls

20 Kommentare

  1. lalia · August 24, 2008

    Garden State und Gilmore Girls… *gg* also ein Film für mich ^^

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  2. wortman · August 24, 2008

    also kein film für mich bei der „mögenliste“ 😉

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  3. lalia · August 24, 2008

    oh, schau ihn mit deinen Kindern an ^^

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  4. wortman · August 25, 2008

    *lach* lalia, meine mädels gucken eher the ring oder resident evil 😉 deswegen fragen die mich ja auch immer nach filmen *g*

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  5. lalia · August 25, 2008

    *löl* dann müsste ihnen ja Batman Dark Knight und 300, Sin City ect. gefallen haben ^^

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  6. Xander · August 25, 2008

    Also wies scheint war das ne gute Idee das hier einzuführen mit der sog. „Mögen-Liste“ *g*
    Ich versuch das mal jetzt immer zu machen.

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  7. lalia · August 25, 2008

    also, auf meiner Mögen-Liste steht dann: Schnitzel mit Pommes ^_~

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  8. Xander · August 25, 2008

    Zu welchem Film? „Voll Normaaal“ oder „Ballermann 6“?

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  9. lalia · August 25, 2008

    neee. Supersize me ^^

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  10. wortman · August 26, 2008

    sin city ja, ob sie die anderen schon gesehen haben, weiß ich nicht. wohnen ja nicht bei mir 😉

    also wenn ich saw gucke, hab ich immer hunger auf ein halbes hähnchen 😉

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  11. lalia · August 26, 2008

    hähnchen ist auch nicht schlecht, wo wir beim essen sind und juno, ich liebe ja Nutella auf Laugenbrezeln und gerne noch mit Gewürzgürkchen. Das esse ich schon mein Leben lang… dennoch werd ich immer gefragt, ob ich schwanger sei. Komisch

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  12. huangdi · September 5, 2008

    Juno hat mich auch positiv ueberrascht. Er geht sehr entspannt mit dem Thema Teenager-Schwangerschaft um.

    Mich hat der Humor des Films in den absurden Momenten (die Demonstrantin vor der Abtreibungsklinik, die Eltern von Juno) auch an „Gilmore Girls“ erinnert, wobei der Gefuehlsbogen dann aber doch nicht so weit gespannt wurde wie bei der Serie.

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  13. wortman · September 5, 2008

    nutellabrezel ist ja auch voll ok…. aber gurke dazu? *brrrrrrrr* 🙂

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  14. Xander · September 5, 2008

    Und heute ist er Soundtrack per Post gekommen, ich freu mich 🙂

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