11:14 – ELEVENFOURTEEN [2003]

„Wenn du Arsch dich nicht so wegen deinem Lack angeschissen hättest, wäre mein Ding jetzt noch in meiner Hose, und nicht in meiner Hand, klar?!“

11_14_01Ein angetrunkener Autofahrer, allein unterwegs auf der kaum befahrenen Autobahn. Eine durchtriebene Teenagerin, die ihren Freund zu einem Schäferstündchen auf den Friedhof lockt und dabei noch ganz andere Absichten hat. Drei ausgelassene Jungs, die in ihrem alten Bus ziellos durch die Kleinstadt düsen und nichts als Blödsinn im Kopf haben. Eine Tankstellenangestellte, die von ihrem besten Freund überfallen wird. Und ein besorgter Vater in panischer Angst, seine Tochter könnte eine große Dummheit begangen haben. Nichts haben sie miteinander gemein – mit einer Ausnahme: Sie sind zur falschen Zeit am falschen Ort. Denn um Punkt 23 Uhr 14 werden sich ihre Schicksale auf verblüffende Weise überschneiden. Mit einem lauten Knall… und fatalen Konsequenzen…


Ausnahmsweise habe ich mich bei der Inhaltsangabe mal bei der offiziellen Film-Homepage bedient – ich hätte eh nicht gewusst, wie ich den Inhalt dieses Films zusammenfassen sollte, ohne zu viel zu verraten. Denn darauf kommt es bei diesem Film an – mit Vorkenntnisses macht er leider nicht mehr ganz so viel Spaß (wow, damit wären wir schon mal bei dem ersten Punktabzug, im ersten Absatz!).

Um den zweiten Punkt dann gleich mit abzuhaken: Leider hat der Film in der Mitte ein paar Längen, erst recht die Geschichte mit Cheris Vater zieht sich etwas. Somit wären wir bei acht Punkten, denn der Rest ist wirklich ganz großes Kino.

Eine verschachtelte Erzählweise ist mit Sicherheit kein Novum oder Alleinstellungsmerkmal mehr, siehe auch „Pulp Fiction“ oder, ein jüngeres Beispiel, „The Prestige„. Doch bei „elevenfourteen“ wird nicht einfach nur die Geschichte versetzt erzählt, sondern parallel – ähnlich wie bei „Go„. Dreh- und Wendepunkt ist dabei 23:14 Uhr, wenn sich die Schicksale kreuzen. Wirklich jedes Detail, fast jede zunächst unbedeutende Tat fügt sich nachher zum großen Ganzen zusammen.

Da der Film dabei eine recht kurze Laufzeit hat, ist das leider ein recht kurzweiliges, aber spannendes, lustiges, aber auch „verstörendes“ Vergnügen. Was, wenn es so etwas wie Schicksal wirklich gibt?

„elevenfourteen“ ist wirklich zu empfehlen. Auch wenn die Review recht kurz ausgefallen ist, so wird doch hoffentlich deutlich gemacht, worauf ich hinaus wollte. Mehr sag ich jedenfalls nicht zu dem Film, denn wie sich letztendlich alles zusammenfügt (sehr schön musikalisch hinterlegt mit „These Boots Are Made For Walking“…), das müsst Ihr schon selber sehen. Guckbefehl!
kritik

8 Kommentare

  1. lalia · August 12, 2008

    schon gesehn im Ü-Film, fand ihn vom Typ-Film her nicht schlecht, aber die Handlung war mir zu sehr auf Teenager-Film getrimmt (Gewalt, sex, Autos, Probleme mit Eltern, ect pp) daher empfehle ich lieber

    „LA crash“

    – gleicher Typ-Film mit besserer Aussage.

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  2. Xander · August 12, 2008

    Den wollt ich mir immer schon mal ansehen – noch nicht dazu gekommen. D.h. den hab ich auch gar nicht. Kommt auf die Liste.

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  3. Angie · August 23, 2008

    Ah, danke für die Kritik. Den haben wir gerade bekommen. Werde ich mir heute unbedingt ansehen!

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  4. Angie · August 23, 2008

    Ich finde den Film sehr kurzweilig und sehr gut in seiner Machart. Obwohl auf Schreckensszenarien herauslaufend ist man immer wieder versucht zu lächeln, weil die dümmlich anmutenden Aktionen aller Beteiligten uns das normale Menschsein in lustiger Weise nahe bringen.
    Ich kann mich dem empfehlenswert sofort anschließen. Sehr gut gemachte, zumeist kurzweilige intelligente ( man darf ruhig ein bißchen mitdenken) Unterhaltung. Ich gebe hierfür auch gern 8 Punkte.
    Musik absolut volle Punktzahl! Sehr passend untermauert sie den Film zu jeder Zeit!
    Ich hatte dies bei der Beschreibung auf dem Cover nicht so angenommen!

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