Kritik: DIE MUMIE KEHRT ZURÜCK


„Er erwacht nur alle 6000 Jahre einmal.“
– „Richtig. Und wenn ihn niemand tötet, dann radiert er die ganze Welt aus.“
„Ja, woher weißt du das?“
– „Hab ich geraten, ist doch immer die gleiche Geschichte.“

Rick O’Connell und seine Frau Evelyn sind zurück! Als sie von einer Ausgrabung aus Ägypten zurück kommen, überschlagen sich die Ereignisse: Unter der Leitung des Museumsleiters versuchen einige Leute, den von den O’Connells gefunden Armreif des Skorpion-Königs zu stehlen. Da sich diesen aber schon ihr Sohn Alex umgelegt hat, entführen sie kurzerhand das Kind. Der Skorpion-König steht nämlich vor seiner Wiedergeburt und will die Armee des Anubis wiederauferstehen lassen. Mit Hilfe des wiedererweckten Imhotep soll dieses verhindert werden.
Ach egal, zwei Mumien statt einer, eine ganze Armee statt ein paar Tempelwächter, lasset die Spiele beginnen!


Ich frage mich, ob ich gestern bei der Review zu Teil 1 nen schlechten Tag hatte. Wie kann es sein, dass ich die Qualität der beiden Teile scheinbar völlig anders bewerte als fast alle, bei denen ich nachgelesen habe? Warum finde ich Teil zwei um so viel besser als den Slapstick-Film von gestern? Eigentlich habe ich es auch genau anders herum in Erinnerung: Teil 1 fand ich im Kino gut, Teil zwei eher weniger…

Das liegt vor allem daran, dass in Teil zwei alles besser zusammenpasst. Ohne große Vorgeschichte wird hier gleich begonnen, man kennt die Leute schließlich, was soll man da groß erklären. Für einen Abenteuer-Film mit dem einzigen Anspruch als Popcorn-Kino zu funkionieren, ideal. Ich habe zwar mehrmals während des Films überlegt, warum genau jetzt nochmal und wieso das jetzt und dann dachte ich mir: Ist halt so. Es ist bunt, es ist laut, nicht jeder hier versucht wie im ersten Teil krampfhaft witzig zu sein und du hast deinen Spaß. Da kann man sein Hirn schon mal für die Dauer des Films an der Garderobe abgeben. Sogar die schauspielerischen Leistungen überzeugen (ok, wie üblich nervt das Kind etwas), wobei besonders die erweiterte Rolle von Anck-Su-Namun (Patricia Velasquez) zu erwähnen ist – so eiskalt und unberechenbar spielt sie ihre Rolle. Und gut sieht sie aus.

Nicht alles an diesem Film ist gut, was schade ist, aber eigentlich egal. Die Computereffekte gehören nicht zu den besten (besonders lächerlich: Der Skorpionkönig beim Endkampf…) und für meine Begriffe wird hier extrem oft wiederbelebt (wie schon Imhotep in Teil 1 sagte: „Der Tod ist erst der Anfang“…):
– der Skorpion-König wird erweckt (oder von ganz alleine, keine Ahnung)
– Imhotep (selbstverständlich)
– eine ganze Armee (ja, die von Anubis)
– 3-4 Tempelwächter (je nach Szene…)
– diverse, unwichtige Mumien
– die ermordete Evelyn (!), die ganz nebenbei noch die Wiedergeburt von Nefertiri ist (Tochter des Pharao)
– die Seele von Anck-Su-Namun (der Körper wurde als Meela geboren, die aber von ihrem Schicksal wusste
– Rick ist auch irgendwie ein wiedergeborener Wächter Gottes oder sowas, keine Ahnung, er hat jetzt jedenfalls ein wichtiges Tattoo…

Naja. Hat aber Spaß gemacht.

„Zufall und Schicksal liegen sehr nahe beieinander.“

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4 Kommentare

  1. the gaffer · August 14, 2008

    Ich gehöre auch zu den Leuten, die mit Teil zwei nicht viel anfangen können. Vielleicht liegt es auch daran, dass bei Teil eins alles neu und unverbraucht war. Die Story war simpel, aber irgendwie auch gruselig. Die Effekte waren wohl dosiert. Der Zweite dagegen leidet daran, alles noch größer machen zu wollen (vgl. Fluch der Karibik 2), so dass am Ende die Story überladen und überdramatisiert wurde. Mir hat der damals im Kino jedenfalls keinen Spaß gemacht.

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  2. Xander · August 14, 2008

    So in etwa hatte ich das auch in Erinnerung – bis ich mir halt wie gesagt die DVDs noch einmal angesehen habe. Da störte mich beim ersten vor allem dieses krampfhafte witzig sein, was eigentlich nur albern war. Gut, der zweite Teil wollte auf allem noch einen drauf setzen, war aber in meinen Augen nicht ganz so albern und war deshalb in meinen Augen besser. Nur gut, dass jeder in seinen Augen nen anderen Film sieht. Wär ja auch blöd sonst.

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  3. huangdi · September 5, 2008

    Mir haben beide Teile Spass gemacht, wobei der erste meiner Meinung nach etwas unbeschwerter und flotter war. Der zweite wirkte an einigen Stellen fast schon unfertig, nicht nur bei den Computertricks, sondern auch beim Drehbuch und einigen groben Schnitten.

    Der erste Teil war uebrigens meine erste DVD ueberhaupt und war klasse Demonstrationsmaterial, um die Familie zum Staunen zu bringen (von Englisch auf Deutsch, Dutzende Untertitel, Extras, Kapitel etc.)

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  4. Xander · September 5, 2008

    Was war noch mal meine… „American Pie“ glaub ich. Bin mir aber nicht sicher …

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