Kritik: AKTE X – FIGHT THE FUTURE


„Sir, das Unglaubliche, für das wir nie einen Plan hatten, ist eingetreten. Wir müssen uns etwas einfallen lassen.“

Die X-Akten sind geschlossen. Mulder und Scully verrichten Dienst nach Vorschrift und durchsuchen aktuell in Dallas ein Gebäude nach einer Bombe. Mulder findet diese letztendlich, doch der zuständige FBI-Agent schafft es nicht, diese zu entschärfen und das halbe Gebäude fliegt in die Luft. Als Mulder jedoch nach einem Tipp herausfindet, dass fünf der geborgenen Leichen schon tot waren und sich in dem Gebäude eine geheime Quarantäne-Station des Katastrophenschutzes befand wird er misstrauisch und ahnt zu Beginn nicht einmal, wie Recht er dieses Mal haben sollte…


Heute habe ich mal fünfe Grade sein lassen. Ich habe einen Film gesehen, der auf einer Serie basiert, die ich mir grade noch einmal auf DVD ansehe, dort bei der 4. Staffel bin, obwohl der Film nach der fünften Staffel spielt. Morgen wirds ganz verrückt: Geplant ist, den zweiten Film („Jenseits der Wahrheit“) zu gucken, der nach der neunten Staffel spielt. Obwohl ich insgesamt nur ungefähr bis zur 7. Staffel gesehen habe. Doch ich hab mir den Film noch mal angesehen, um morgen einen Vergleich zu haben. Wenn ich schon keinen Plan hab, wie Akte X überhaupt im Fernsehen ausging, so will ich doch wenigstens die Unterschiede der Kino-Filme sehen.

„Akte X – Der Film“ sollte nach Ankündigung auch ohne Vorkenntnisse der Serie funktionieren – doch funktioniert Akte X als Film überhaupt? Hier kann man beides bestätigen. Für jemanden, der die Serie nie verfolgt hat, fasst Mulder das bisher Geschehene im angetrunkenen Zustand etwas gestrafft zusammen:

„Ich bin die Hauptfigur in einer Regierungsverschwörung, einem Komplott, das die Existenz von Außerirdischen verbergen soll. Eigentlich ist das eine weltweite Verschwörung mit Schlüsselfiguren auf den höchsten Machtebenen, die so weitreichend ist, dass sie das Leben aller Menschen auf der Erde bedroht.“

Und auch sonst kann man der Geschichte folgen, da sie, obwohl einem größeren Zusammenhang zugehörig, auch ganz gut für sich stehen kann, ja, vielleicht sogar noch mysteriöser ist, da man die ganzen Hintergründe nicht kennt. Was man wissen muss, wird kurz erwähnt, angeschnitten, so wirklich vorausgesetzt wird nichts, dass den Film nicht funktionieren lassen würde. „Akte X“ wirkt auch nicht wie eine beliebige TV-Folge im Großformat, hier wurden die Möglichkeiten gut ausgeschöpft. Man hat das Gefühl, Chris Carter hat alles in diesen Film gepackt, was er, möglicherweise auch aus Kostengründen, nicht in eine oder mehrere Folgen packen konnte – die Bombenexplosion zum Beispiel, oder das großartige Finale in der Antarktis. Die Entwicklung der Personen kommt nicht zu kurz (alle Freaks wird es wahnsinnig gemacht haben, dass Mulder und Scully sich nur FAST geküsst haben…) und auch kommen alle wichtigen Figuren vor, wie zum Beispiel Skinner, der Krebskandidat, der „gut manikürte Mann“ oder die einsamen Schützen.

Nicht alles ist perfekt. Das Ende, bei dem sich Mulder und Scully aussprechen, wirkt etwas aufgesetzt, so nach dem Motto: „Das muss jetzt sein, es muss ein Happy End geben“. Das hätte doch auch sehr gut als Cliffhanger für die Serie funktioniert. In diesem Film habe ich mich öfter als zuvor gefragt, warum man Mulder nicht einfach tötet – schlimmer kann der darauf folgende „Kreuzzug“ seiner Anhänger doch nicht sein, so wie Mulder immer dazwischen pfuscht… und das Finale, vorhin noch wertungsfrei als „gigantisch“ eingestuft, ist meiner Meinung nach etwas zu gigantisch geraten. Und natürlich: Immer wenn was extraterrestrisches vor sich geht, guckt Scully nicht hin. Aber das kennt man ja.

Fazit: „Akte X – Der Film“ ist ein solide gemachter Mystery-Thriller, der das Genre zwar nicht neu erfindet, die Serie aber sehr gut im Kino vertreten hat und für deren Verhältnisse eine enorme Steigerung darstellt. Unverzichtbar für den inhaltlichen Übergang von Staffel 5 zu 6, ist er auch für Nicht-X-Philes verständlich. Und Fan-Bonus gibts sowieso. Hat Dr. Jones ja schließlich auch bekommen.


(YouTube)

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