Kritik: JAGDFIEBER


„Der Bär und der Hirsch stecken unter einer Decke. Das wird ne internationale Verschwörung. Möchte wissen, welche Tiere noch rekrutiert wurden. Ich kann nur die Daumen drücken, dass Flipper nicht die Seiten gewechselt hat.“

Boog geht es gut: Als kleiner Bär von einer Wildhüterin gefunden und aufgezogen, lebt er nun in ihrer Garage und lässt sich verwöhnen – bis eines Tages der einhörnige Hirsch Elliot auftaucht und ihn dazu überredet, die Nacht in der Stadt durchzumachen. Dabei verwüsten die beiden einen kompletten Laden und Beth, die Wildhüterin, sieht sich gezwungen, Boog auszuwildern. Doch dieser kommt mit der Natur so gar nicht klar und so verspricht ihm Elliot, mit ihm zurück in die Zivilisation zu gehen…

Gleich als erstes: „Jagdfieber“ ist nichts besonderes.

Animationsfilme gab es damals schon seit Jahren, sprechende Tiere waren auch nichts neues und von der Story reißt der Film keinen vom Hocker. Womit soll also ein Film punkten, der im Grunde nichts neues bietet?

Mit dem einzigen, mit dem auch „Jagdfieber“ seine Punkte einsammelt: Den Charakteren. Dabei kommen die Menschen noch am schlechtesten weg. Nicht nur, dass die Animationen gewöhnungsbedürftig und teilweise lieblos erscheinen, so ist auch die charakterliche Darstellung der Menschen eher unglaubwürdig und, vielleicht dem Genre entsprechend, sehr überzogen. Doch dass reißen die Tiere alles wieder raus. Leider habe ich den Film auf Deutsch gesehen, doch grade im Original muss der Film ein noch größerer Spaß sein – hier hat jedes Tier seine Eigenart, seinen Akzent und seine eigenen Macken. Hervorzuheben sind hier die Biber und die Eichhörnchen, die mal zur Abwechslung zum Genrestandard nicht als süß und aufgekratzt dargestellt werden, sondern eher knallharte Kämpfer sind, die ihre Bäume zu verteidigen wissen. Die Biber sind die Bauarbeiter des Waldes, was sich auch im Charakter widerspiegelt. Und die Hasen – sind hier echt nicht zu beneiden. Jeder benutzt diese, wie es im in den Kram passt. Sie werden geworfen, geschlagen, ja sogar als Gasmasken missbraucht. Sehr schön auch die Szene, in der der Damm bricht und zwei Hasen Hand in Hand ihrem Untergang entgegensehen… aber da gibt es ja auch noch die Karate-Karpfen, das schüchterne Stachelschwein, die streitlustigen Stinktiere usw.

Fazit: Seine sechs Punkte verdient der Film nur über die oben genannten Punkte – die unterschiedlichen Charaktere, der Rest ist wirklich nichts besonderes, erinnert mich persönlich sehr stark an Shrek und ist im Grunde nicht der Rede wert. Doch einzelne Szenen machen den Film auf jeden Fall unterhaltsam und sehenswert.

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