Kritik: NIE WIEDER SEX MIT DER EX


„Ich sehe Trauer in deinen Augen. Dagegen hilft Gras. Hast du Gras?“
– „Nein.“
„Ok… lass uns surfen gehen!“

Peter ist mit dem Fernsehstar Sarah Marshall zusammen – zumindest war er das 5 1/2 Jahre lang, bis sie ihn verlassen hat, um mit dem Rockstar Aldous Snow zusammen zu sein. Peter, der es mit dem tapfer sein nicht so hat, flieht nach Hawaii, um dort auf andere Gedanken zu kommen. Blöd nur, dass sich genau im selben Hotel Sarah und Aldous einfinden, um Urlaub zu machen. Dies, und die Tatsache, dass er Gefallen an der Hotelangestellten Rachel findet, macht es ihm nicht gerade leichter…

Manchmal ist die Überraschung groß, wenn das Internet lügt. Während dort bei der Sneak-Preview eine Freigabe ab 18 angegeben wurde und ich mich schon gefreut habe, wurde an der Kinokasse aus der „18“ dann ganz schnell eine „12“. Und aus Mandy wurde Rachel. Aber macht ja nichts, in diesem Fall, denn gut wars trotzdem.

Als der Film begann und „Nie wieder Sex mit der Ex“ auf der Leinwand stand, ging ein Raunen durch den Saal und ich glaube, die allgemeine Enttäuschung war zu spüren. Würde man sich doch einen Film mit so einem schlecht eingedeutschten Titel niemals freiwillig antun. Das klingt nach Frauenfilm. Das klingt nach Kitsch. Und letztendlich hat sich so wenig davon bewahrheitet, dass man den Film ruhigen Gewissens „gut“ finden kann.

Das liegt mit Sicherheit nicht an der ausgefeilten Story, weil irgendwie kommt einem das aus einem Dutzend anderer Filme bekannt vor. Nein, die Stärken des Films liegen ganz woanders, zum Beispiel bei den Schauspielern. Diese sind spürbar mit Spaß bei der Sache. Jeder Charakter ist vollkommen anders, jeder hat seine Macken, und keine ist nur eine Randerscheinung. Alle sind einem sympathisch, und sogar der „böse“ Aldous wird einem immer sympathischer, macht er doch eine ziemliche Wandlung durch.

Doch die Stärken des Films liegen auch beim Witz, der Gott sei dank nicht (nur) aus Slapstick oder irgendwelchen peinlichen Situationen besteht, sondern vor allem viel Wort- und Dialogwitz beinhaltet. Manche Stellen sind so gut und teilweise bitterböse gelungen, dass richtig Stimmung im Saal war.

Fazit? Natürlich kann man alles negativ sehen. Ein Kommentar nach dem Film war z.B.: „Langweilig. Vorhersehbar. Und langweilig.“ Vorhersehbar – ok, vielleicht. Aber die Schwäche der Story hatte ich ja schon angesprochen. Aber langweilig? Nein. Aber wie auch schon gesagt, der Witz liegt zum Großteil im Wort. Und dann muss man ihn ja auch erst verstehen (was einem die Synchro spürbar erschwert – man weiß, HIER war ein Witz, aber er wurde wegübersetzt…). „Nie wieder Sex mit der Ex“ kann ER sich ruhig mir IHR angucken, und BEIDE werden viel Spaß haben.

P.S.: Wollte grade noch den Trailer hier reinsetzen aber irgendwie… der ist ganz anders synchronisiert und völlig unlustig und sinnfrei geschnitten. Also lass ich das.

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