Kritik: SIEBEN


„Ernest Hemingway hat mal geschrieben: die Welt ist so schön, und ist es wert, daß man um sie kämpft. Dem zweiten Teil stimme ich zu.“

Detective Somerset will in sieben Tagen in den Ruhestand und muss in der ihm verbleibenden Woche noch seinen Nachfolger, Detective Mills, einarbeiten. Kaum dass dieser eingetroffen ist, bekommen sie es auch schon mit einem Serienkiller zu tun, der seine Opfer nach den Motiven der sieben Hauptlaster regelrecht hinrichtet. Während Somerset nicht glaubt, es würde etwas ändern, wenn der Fall aufgeklärt würde oder nicht, geht Mills enthusiastisch an den Fall. Doch schon bald muss das ungleiche Ermittlerteam feststellen, dass ihnen der Killer immer einen Schritt voraus ist…

Ich gebe zu: Ich habe „Sieben“ heute das erste mal gesehen. Der Film ist 13 Jahre alt und, glaubt man diversen Aussagen, ein Klassiker, ein Meilenstein, und ich hatte ihn bis jetzt völlig ignoriert, irgendwie hat mich das nicht so gereizt…

Im Nachhinein ist das natürlich sehr schade. Wenn man ältere Filme irgendwann auf DVD guckt, und diese tatsächlich so gut sind wie ihr Ruf, dann ärgert man sich schon ein wenig, dass man diese nicht vorher schon mal gesehen hat.

„Sieben“ ist einer dieser Filme. Mit stimmungsvoller Musikuntermalung beginnt der Film gleich beim ersten Fall und lässt einen bis zu seiner Lösung nicht mehr los. Denn was nach der Lösung des Falls kommt, nachdem Mills und Somerset herausgefunden haben, wer der Täter ist, ist ohne Beispiel und so ein Filmende ist in Hollywood selten, wenn nicht sogar nur dieses eine Mal anzutreffen. Durch die Kombination aus guten Schauspielern, guter Regie und Schnitt und einem sehr guten Score wird das Ende noch eindringlicher, als es ohnehin schon ist. Ich habe mir so etwas in der Richtung gedacht, gebe ich ja zu, aber in der Art und Weise hätte ich es mir dann doch nicht träumen lassen.

Ich will da jetzt auch nicht zu viel verraten. Wer weiß, vielleicht gibt es ja noch mehr da draußen, die diesen Film noch nicht gesehen haben, und ich finde es war nur gut, dass ich bisher noch gar nichts darüber wusste bis auf die Tatsache, dass das irgendwas mit den Todsünden zu tun hatte.

Also – „Sieben“ ist eine absolute Empfehlung für jeden, der auch nur im Entferntesten etwas mit Thrillern anfangen kann. David Fincher hat hier einen Film gemacht, in dem Brad Pitt und Morgan Freeman zur Höchstform auflaufen und sogar Gwyneth Paltrow in ihrer Nebenrolle Akzente setzen kann.

8 Kommentare

  1. lalia · Juni 3, 2008

    wow, noch nie gesehen? OK ich kenne auch eine Reihe Filmfans, die diesen Film nicht kennen. Dabei gehört er in eine Rige mit Schweigen der Lämmer, Sleepers und American History X.

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  2. Xander · Juni 3, 2008

    Anmerkung an mich: Sleepers und American History X gucken.

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  3. lalia · Juni 3, 2008

    XD
    sag bloß…
    also so langsam sollten wir einfach mal unsere DVD Sammlung austauschen.

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  4. Xander · Juni 3, 2008

    Hab grad etwas Recherche betrieben.

    Notiz an mich: Habe Sleepers schon gesehen.

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  5. lalia · Juni 3, 2008

    na, immerhin ^^

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  6. Xander · Juni 3, 2008

    Ich bin ein wahrer Fan 😉

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  7. lalia · Juni 3, 2008

    dieses Films, des Genres, oder von Filmen allgemein?

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  8. Pingback: Se7en (1995) « watched

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