Kritik: GO! SEX, DRUGS & RAVE’N’ROLL


„Aus rein professioneller Neugier.. Auf welchem Trip bist du?“

Ronna braucht Geld und will auf einer Rave-Party Drogen verkaufen. Simon, der ortsansässige Dealer des Vertrauens, ist mit seinen Kumpels nach Las Vegas unterwegs, um ein bisschen Spaß zu haben. Und Zak und Adam sind zwei Soap-Darsteller, die undercover für die Polizei Drogendealer hochgehen lassen wollen. In drei Episoden werden die Geschichten der Hauptfiguren erzählt, und irgendwie überschneiden sie sich am Ende alle…

Eigentlich könnte „Go!“ ein ziemlich guter Film sein. Ein bisschen „Trainspotting“, ein bisschen Tarantino, Katie Holmes vor ihrem Tom Cruise Abstieg, eine schlüssige Geschichte mit trendigen Bildern – dürfte ja kein Problem sein.

Doch das Problem ist, dass der Film alles recht halbherzig angeht. In der Drogenszene vermutet die junge Riege Hollywoods eigentlich niemand, dafür sind sie ja doch zu hip, und Katie Holmes spielt immer noch ein bisschen die keusche Joey aus „Dawsons Creek“ und darf erst gegen Ende aus sich heraus – dann aber richtig.

Die Dialoge sind etwas zu sehr an Tarantino angelehnt – zu krampfhaft wird teilweise versucht, witzig zu sein, aus Nichtigkeiten lustige Dialoge entstehen zu lassen. Alles in allem sind diese zwar auch lustig, ein fader Beigeschmack bleibt aber leider dennoch.

Katie Holmes spielt leider nicht die größte Rolle (obwohl ich mittlerweile ganz gut finde, dass sie gar keine mehr spielt), doch die Schlußszenen, in denen sie regennass im Restaurant sitzt, sind ganz ansehlich…

Der Film beginnt schnell geschnitten, mit Szenen von einer Rave-Party, Techno-Musik dominiert das Geschehen, doch leider wird dieses Tempo mehr und mehr herausgenommen. Sind die ersten beiden Episoden noch ganz unterhaltsam, wird die dritte, mit den beiden schwulen Schauspielern, zur Geduldsprobe. Erst am Schluss, als die Erzählstränge vereint werden, nimmt der Film wieder etwas Fahrt auf, nur um dann zu Ende zu sein.

Eigentlich könnte „Go!“ also ein ganz guter Film sein, und zum einmal ausleihen und kurzzeitig seinen Spaß haben reicht er auch vollkommen aus. Jedoch sollte man kein filmisches Meisterwerk erwarten. Halb Hollywood – halb Independent – und das merkt man.

Trailer:


(YouTube)

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