Kritik: INDIANA JONES UND DER LETZTE KREUZZUG

ATF
10/10

„Das ist nur eine Schlange!“

Indiana Jones wird von Walter Donovan aufgesucht, einem Kunstliebhaber und Unterstützer des Museums. Er soll ihm bei der Suche nach dem Heiligen Gral helfen, den sein bisheriger Projektleiter ist verschwunden. Erst als Indiana erfährt, dass dies sein Vater ist, der verschwunden ist, willigt er ein. Schnell stellt sich allerdings heraus, dass Donovan mit den Nazis zusammenarbeitet, und diese den Gral für ihre Zwecke missbrauchen wollen…

Nach dem missglückten zweiten Teil „Tempel des Todes“ ist man natürlich etwas skeptisch. Dieser schien ja auch nicht so ganz der Liebling von Lucas und Spielberg zu sein, dies lässt sich zumindest aus den Extras auf der DVD heraushören. Doch „Der letzte Kreuzzug“ ist da anders, besser vor allem, beliebter, und wird größtenteils als der beste Teil der Serie gesehen. Und das zu Recht.

Am Anfang des Films erfährt man im Grunde alles über Indy, was man wissen muss: Woher der Hut kommt, die Peitsche, die Angst vor Schlangen, wie sein Verhältnis zu seinem Vater ist… dabei legt der Anfang des Films wieder ein Tempo vor, dass selbstverständlich nicht über den ganzen Film gehalten werden kann, und das ist auch gut so.

Denn der Film ist nicht nur ein Abenteuerfilm, sondern auch ein bisschen Komödie (diesmal in einem wesentlich besseren Sinn als in Teil 2) und auch eine Charakterstudie: Mit mehr Tiefgang als in den ersten Teilen, wird hier die Beziehung zwischen Indiana und seinem Vater aufgearbeitet. Muss Indy bei ihrer ersten Begegnung im Film also noch fast vor seinem Vater salutieren („Ja, Sir!“), nennt dieser ihn gegen Ende des Films das erste mal „Indiana“.

– „Ich sollte dir etwas sagen…“
– „Jetzt werd nicht sentimental!“
– „Nein… der Fußboden brennt! Und der Stuhl!“

Das beste des Films: Das Kind ist weg. Die obligatorische Frau als Love-Interest hat dieses mal mehr Grips als eine Stubenfliege (als Steigerung zum 2. Teil), kommt aber bei weitem nicht an Karen Allen aus dem ersten Teil an. Dort nahm man den beiden die Beziehung auf jeden Fall mehr ab.

Ein echter Gewinn ist jedenfalls Sean Connery als Indys Vater. Die Beziehung der beiden ist das lustigste, was die Reihe bislang zu bieten hatte und ein echtes Highlight des Films. Diese Art von Humor sagt mir auf jeden Fall wesentlich mehr zu als dieser Kinderkram beim Tempel des Todes.

„Ich bin gekommen, um Dich zu retten!“ – „Und wer wird kommen und Dich zu retten, Junior?“

Herrlich auch die Stelle, an der Indiana erfährt, dass sein Vater mit der gleichen Frau geschlafen hat wie er – Henry wusste, das sie zu den Nazis gehört.

Indiana: „Woher hast du gewusst, dass sie zu ihnen gehört?“
Henry: „Sie spricht im Schlaf.“

Der Film ist super. Mehr gibts da vorerst nicht zu sagen 😉

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