Kritik: INDIANA JONES: JÄGER DES VERLORENEN SCHATZES

9/10

„Schlangen…warum ausgerechnet müssen es Schlangen sein?“

Indiana Jones, Archäologie-Professor einer Universität, ist leidenschaftlicher Schatzsucher. Er erhält von der Regierung den Auftrag, die geheimnisumwobene Bundeslade zu finden, hinter der auch die Nazis her sind. Es heißt, dass sie ihrem Besitzer große Macht verleiht. Doch die Nazis und ein alter Widersacher geben so schnell nicht auf…

Früher war alles besser. Sagt man heute, und das kann man ja, weils ja jeder sagt. Oft ist es aber auch so, dass es gar nicht besser war, sondern man nur eine Ausrede braucht, warum heutzutage scheinbar nichts mehr gut ist. Überträgt man das auf Film und Fernsehen, gehts vielen z.B. so bei Knight Rider oder dem A-Team: Ganz toll war das, ganz großes Kino, und wenns tatsächlich ins Kino soll, etliche Jahre später, haben alle Angst, das der große Mythos zerstört wird. Aber mal ehrlich: Beide Beispiele waren im Grunde ganz großer Mist.

Eine ähnliche Befürchtung hatte ich bei Indiana Jones. Jetzt, wo der neue Film anläuft. Ob er denn den Vorbildern gerecht wird. Er kann ja nur schlechter sein. Und dann: Waren die alten Filme überhaupt so gut wie jeder gerne behauptet? Ist die zu erreichende Messlatte denn überhaupt so hoch?

Es ist Ewigkeiten her, dass ich „Jäger des verlorenen Schatzes“ das ich letzte Mal gesehen habe, doch meinte zu wissen: Der ist super. Und jetzt, sozusagen als Geschichtsauffrischung vor der großen Wiedergeburt, hab ich ihn mir noch einmal angesehen (und die nächsten Teile werden folgen). Und was soll ich sagen: Der Film ist wirklich grandios. Abenteuer-Kino at it’s best.


Natürlich ist der Film alt, im Grunde ein paar Tage älter (wortwörlich) als ich selber. Und doch wirkt er auch heute noch zeitlos, besser als viele heutige Nachahmer (Die Mumie, Das Vermächtnis der/des xxx ). Und warum? Die Mischung aus Spannung, Action und Ironie ist genau richtig. Der Film ist nie albern, vollkommen unrealistisch (ok, etwas Fantasy kommt zum Schluss) oder an den Haaren herbeigezogen. Harrison Ford ist die Idealbesetzung, die Beziehung zu seiner Film-Ex-Freundin steht nie zu weit im Mittelpunkt (ist ja schließlich kein Liebesfilm) und es kommen keine nervigen Kinder (bin gespannt auf Teil zwei, da gabs ja eins *g*) drin vor. Sehr beliebt bei solchen Filmen sind ja auch die Witzbolde, oft Kumpels der Hauptpersonen, die für die Lacher zuständig sein sollen. Hier hält sich Fords Filmpartner dezent zurück, und wenn ein Witz, dann ein guter:

Indy: „Schlangen…warum ausgerechnet müssen es Schlangen sein?“
Sallah: „Diese Schlangen sind sehr gefährlich. Du gehst zu erst!“

Beste Szene übrigens: Ein arabischer Schwertkämpfer will Indiana angreifen und fuchtelt wild mit seinem Säbel vor ihm herum, um Eindruck zu schinden. Jones zieht einfach seine Pistole und erschießt ihn.
Ganz großes Kino.

9 Kommentare

  1. lalia · Mai 17, 2008

    jo, der erste Teil ist nicht so albern, aber an den Haaren herbeigezogen an sich schon, denn welcher Professor geht schon auf die Suche nach verschollenen Reliquien so weit, und bringt sogar Menschen um?

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  2. Xander · Mai 17, 2008

    Es gibt Dinge, die muss man akzeptieren. Wenn es seinem Charakter entspricht…? Sein Kollege sagt ihm ja auch in einer Szene, wie er die Dinge beschafft will er gar nicht so genau wissen.

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  3. lalia · Mai 17, 2008

    klar, ich find es jetzt auch nicht übertrieben dargestellt, nur eben nicht realistisch *g*

    bin mal gespannt, wie Teil 2 und 3 bei dir abschneiden

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  4. Xander · Mai 17, 2008

    Teil 2 ist „online“ 😉

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