Kritik: TRANSFORMERS [2007]


„Weshalb seid ihr hier?“
– „Ähm… Ich hab ein Auto gekauft… Das war ein ausserirdischer Roboter. Wusste keiner.“

Auf dem Planeten Cybertron bekämpfen sich die Autobots (gut) und die Deceptions (böse), intelligente Riesenroboter. Als der Grund des Krieges, ein energiegeladener Riesenwürfel, der Allspark, auf die Erde gelangt, verlagert sich auch der Krieg auf die Erde und der junge Sam Witwicky gerät mitten hinein – sein neues Auto ist rein zufällig Bumblebee, einer der Autobots…

Eins vorweg: Transformers sieht schick aus. Was man bisher von Michael Bay gewohnt war, stellt er hier mal wieder in den Schatten. Es scheint normal zu sein, dass Hubschrauber nur vor Sonnenuntergängen herfliegen (natürlich in Zeitlupe) oder Flugzeugbesatzungen vor Sonnenuntergängen im Halbschatten in ihre Maschinen einsteigen – Michael Bay hätte gerne eine Welt, die nur Sonnenuntergängen, Hubschraubern und einsteigenden Maschinenbesatzungen besteht. Und dabei von heroischer Musik begleitet wird.

Doch sich diese auf Hochglanz polierte Welt 144 min anzutun, tut irgendwann weh. Außerdem scheint es auch nicht zu dem Look zu passen, dass jemand vor der Kamera stirbt – mal ganz davon abgesehen, dass man wohl eine Freigaber ab 16 Jahren (ist ja auch über der Zielgruppe) entgehen wollte, fühlt man sich an A-Team Zeiten erinnert, wo es Tote nur vom Hörensagen gab. Auch wenn sich Fahrzeuge ne Klippe runterstürzen, 20x überschlagen und dann explodieren. Der Fahrer kriecht immer noch raus. Natürlich müssen es nicht immer Tote sein, aber hallo? Es geht hier um einen Krieg! Ok, wenn der Rest gut ist, sieht man darüber hinweg.

Und die Effekte SIND schon mal gut. Hier gibt es absolut nichts zu meckern, wer sehen will, zu was die Computeranimation heutzutage imstande ist, sollte sich diesen Film angucken. „Transformers“ ist eine Efektschlacht sondergleichen – eigentlich schon zu viel. Aber auch wenn es gut aussieht, muss immer noch die Story stimmen.

Story, hm , ja. Ist ja oben alles gesagt. Also – mehr is auch nicht. Wen kümmert auch schon die Story in einem Blockbuster, für richtig gutes Popcornkino braucht man die ja nicht.

Doch man bräuchte zumindest ansatzweise gute Schauspieler und gute Dialoge, und hier offenbart sich die größte Schwäche des Films. Teenies in den Mittelpunkt zu stellen, scheint sinnvoll, die Hauptdarsteller sollten nicht so viel älter sein als das offensichtliche Zielpublikum, welches sich beim Blick auf die Roboter offenbart: Die Bösen sind natürlich böse und verwandeln sich in Kriegsgerät anstatt in Sportwagen, doch da die Kinder was zu lachen haben müssen, wurde noch ein Mini-Roboter hinzugepackt, eine Mischung aus Jar-Jar-Binks und den Droiden aus der neuen Star Wars Trilogie. Absolut unnötig, nervig und albern. Die Autobots hingegen verwandeln sich in schicke Sportwagen, und die Charaktere sind, bis auf den heldenhaften Anführer Optimus Prime, alle lustig angelegt. Ein Waffennarr, der sofort alles erschießen will, ein, keine Ahnung was das soll, Ghetto-Roboter!? Naja, und so was halt. Lustig. Und sowas soll die Welt retten. Im Grunde nervt jeder in diesem Film, sobald er den Mund aufmacht. Diesen „Sektor 7“-Geheimdienst kann man gar nicht ernst nehmen, der „richtige“ Geheimdienst kriegt nichts auf die Reihe bis ihnen ein paar Collegeabgänger den Weg zeigen, und von der Hauptperson Sam Wickwikidi (oder so) gar nicht erst zu sprechen. Dieses nervöse Gestammel nervt.

Fünf Punkte also: Im Grunde ne coole Optik, sehr gute Effekte und Megan Fox.

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16 Kommentare

  1. lalia · Mai 5, 2008

    ah, die Frau, von der grad jeder spricht.

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  2. Xander · Mai 5, 2008

    Ach ja? Weswegen?

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  3. lalia · Mai 6, 2008

    sexiest woman alive, oder so…

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  4. Xander · Mai 6, 2008

    Na dann…

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  5. gameria · Mai 6, 2008

    ich hätte vielleicht 6 Punkte gegeben, weil die gigantische Materialschlacht schon Spass macht. anderseits hasse ich inkonsistente Realitäten. z.B. gelingt es dem Militär nur mit Phosphor-Geschossen den Schwanzteil des Skorpions abzutrennen, aber das heisse Mädel benutzt einen lächerlichen Akku-Bohrer, um den Kopf des besoffenen kleinen Roboters abzusägen.
    ich finde es ok, wenn sich ein Film nicht zu ernst nimmt, aber mich stört, wenn er sich offensichtlich zuwenig ernst nimmt. ich hasse es, wenn z.B. ein hochtechnologisierter Transformer, der ganze Häuser mit zwei Schüssen umnieten kann, Probleme mit Sandsteinmauern in nem zurück gebliebenen Wüstendorf hat. oder wenn zwei GIs sich ausserhalb der Deckung, unter Beschuss eine erbarmungslosen killermaschine über ihre fucking Kreditkartennummer streiten. oder wenn beim Schlussfight plötzlich neue Gegenstände zum Leben erwachen, man aber für den Rest des Films nichts mehr davon sieht.

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  6. Xander · Mai 7, 2008

    Jepp, ganz meiner Meinung. A propos neue Gegenstände: Ok, es war albern, ok, es war nur Werbung, aber das transformierte Nokia-Handy war recht witzig. Hatte ich in der Review vergessen zu erwähnen.

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