Kritik: AB DURCH DIE HECKE

7/10

„Aber ich mag doch den Keks!“

Die Schildkröte Verne und seine Freunde leben als große glückliche Familie im Wald. Als sie aus dem Winterschlaf aufwachen, staunen sie nicht schlecht: Plötzlich wird der Wald durch eine riesige, schier endlose Hecke begrenzt, hinter der sich eine neue Wohnsiedlung befindet. Dann taucht Waschbär Richie auf und gibt vor, ihnen bei der Futtersuche für den nächsten Winter zu helfen. Doch Richie hat einen Hintergedanken: Wenn er nicht innerhalb einer Woche das von ihm geklaute Futter an den Bären Vincent zurückgibt, gehts ihm an den Kragen. Doch zuvor geht es für alle zur Futtersuche ab durch die Hecke…

„Ab durch die Hecke“ ist ein Animationsfilm, der sich, im Gegensatz zur zuletzt vorgestellten „Rotkäppchen-Verschwörung„, mehr an ein jüngeres Publikum richtet. Die Botschaft ist klar – wer nach diesem Film nicht die Familie als höchstes Gut einschätzt und den Umweltschutz nicht zumindest im Ansatz für wichtig hält, der frisst auch kleine Kinder.

Doch „Over the Hedge“, wie ihn unsere angelsächsischen Freunde nennen, ist witziger, als es die Inhaltsangabe und die Moral-von-der-Geschicht vermuten lassen (was auch vermuten lässt, dass er nicht von Disney ist, womit man auch Recht hätte). Alleine schon das bekloppte Eichhörnchen Hammy ist das Highlight des Films. Aufgekratzte Eichhörnchen sind zwar in Animationsfilmen keine Seltenheit mehr (siehe ja auch die „Rotkäppchen-Verschwörung“…), doch nirgends wurde dies so konsequent umgesetzt wie in diesem Film. Die Szene, in der Hammy einen Energy-Drink trinkt, um seinen Freunden einen Zeitvorsprung rauszuholen ist genial und wird nur von seinen Sprüchen getoppt – sehr empfehlenswert auch die Szene nach dem Abspann – „Das war jetzt sehr enttäuschend“.

Natürlich besteht die Gefahr, das der Film dann auch nur einer Witzfigur vertraut und die anderen „Haupt-„Figuren vernachlässigt, und das kam mir so vor – die anderen waren mir recht egal, Verne, der Anführer, der vor Richie warnt, und natürlich Recht behält, Richie, der Böse, der natürlich bekehrt wird, und noch ein paar andere – gegen Hammy sehen alle alt aus. Doch ähnliches kennt man ja von Ice Age, ohne Scrat würde auch ein dritter Teil ohne mich stattfinden.

Alles in allem kann man „Ab durch die Hecke“ eigentlich jedem empfehlen, auch wenn ihn vielleicht nicht jeder mehrmals gucken würde – ich jedenfalls würde es. Wer es sich allerdings lieber ganz schenken will und nur wissen will, was es mit Hammy auf sich hat, bitte schön:


(YouTube)

…und zum Vergleich auch mal auf Deutsch:


(YouTube)

5 Kommentare

  1. lalia · April 29, 2008

    but i like that cookiiiie
    hach, so herrlich, ich hab den Film mindestens schon zehn Mal geschaut, und drei Mal auf englisch. Ich find aber auch die Wortwitze bestens:
    überall ist Essen, Essen in der Tonne,… sogar Essen auf Rädern! *löl*

    na ja, wärmstens zu empfehlen ^^

    Gefällt mir

  2. xander81 · April 29, 2008

    „Eichhörnchen sind zwar toll, aber nicht wütend!“
    „Not Rabbit – R-a-b-i-d!“ – Die Szene ist auf deutsch UND auf Englisch gut 😉

    Gefällt mir

  3. Pingback: Kritik: KUNG FU PANDA « at the movies - filme. tv. sowas.
  4. Pingback: Ab durch die Hecke (2006) « isinesunshine
  5. Pingback: Ab durch die Hecke (2006) | Film-Blogosphäre

Sag was dazu!

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s