STAR TREK IV – ZURÜCK IN DIE GEGENWART [1986]

„Sie kommen also aus dem Weltraum?“ – „Nein, ich komme aus Iowa, ich arbeite nur im Weltraum.“

startrek4_01Eine unbekannte Sonde nähert sich der Erde und entzieht allen, was ihr nahe kommt, Energie. Als sie die Erde erreicht, scheinen die Tage des Planeten gezählt zu sein, da die Sonde die Ozeane zum Verdunsten bringt und die Atmosphäre vernichtet. Als Kirk und seine Crew auf dem Rückweg vom zerstörten Planeten Genesis die Katastrophe erkennen und Spock auch noch herausfindet, was die Signale, die die Sonde ausstrahlt, bedeuten, reist die Crew der ehemaligen Enterprise in dem gekaperten Raumschiff der Klingonen in die Vergangenheit, um ein Paar Buckelwale in die Zukunft zu bringen…

Bei „Star Trek“ geht es mir ähnlich wie bei „Akte X“: Möglichst viel wiederholen, bevor der neue Teil im Kino kommt. Und so stand gestern Star Trek 4 auf dem Programm, neben „Der erste Kontakt“ einer der besten der ganzen Reihe. Er bildete nach „Der Zorn des Kahn“ und „Auf der Suche nach Mr. Spock“ den Abschluss der Genesis-Geschichte, und das war meiner Meinung nach auch gut so. Irgendwann konnte ich das ganze Gelaber über Genesis einfach nicht mehr hören, und Spocks Wiederauferstehung passte meiner Meinung nach auch nicht wirklich – aber mit „The Voyage Home“ haben die Verantwortlichen wieder alles gegeben.

Teil Vier hat eigentlich alles, was ich an Star Trek gut finde: Witz, den Charme der etwas naiven Herangehensweise und eine Geschichte. All das konnte Teil 1 irgendwie nicht bieten (die Effekte-Orgie ging mir nach einiger Zeit so dermaßen auf den Keks, weil sie ständig wiederholt wurden und das, was aus der Story gemacht wurde, war fürn Ar… [5/10 Punkten]) und wurde mit Teil 2 und 3 gesteigert, bis es schließlich in Teil vier ihren Höhepunkt fand. Die Interaktion der Crew mit der ihr fremden Vergangenheit ist wirklich komisch, hervorzuheben ist dabei die Szene, in der Chekov (= ein Russe) einen amerikanischen Polizisten nach den „atomgetriebenen Kriegsschiffen“ fragt, oder wo McCoy im Vorbeigehen eine Frau von ihrem Nierenleiden befreit…

„Dialyse? Mein Gott, dass ist ja finsterstes Mittelalter!“

Natürlich ist nicht alles perfekt an diesem Film. Die Selbstverständlichkeit einer Zeitreise hat mich doch etwas verwundert, die Gutgläubigkeit mancher Menschen auf der Erde war etwas unrealistisch, und die Statisten in diesem Film (wie in vielen älteren Filmen) haben bestimmt auch nie einen Oscar gewonnen. Ganz zu schweigen von der Umwelt-Botschaft, die nach der Holzhammer-Methode überbracht wird, so dass auch jeder kapiert: „Umweltschutz ist super. Buckelwale retten später mal die Erde vor einer bösartigen Sonde“. Aber an das Umwelt-Thema hat man sich ja schon durch Genesis gewöhnt.

Aber alles in allem kann man mit diesem Film Spaß haben. „Trekkies“ wohl mehr als der normale Kinogänger, aber auch diese können ihn und seinen Humor verstehen.

BTW: Was mir noch aufgefallen ist: Die beiden besten Star Trek Filme (dieser hier und „Der erste Kontakt“) beschäftigen sich mit Walen – und wenn es im letztgenannten nur Picard ist, der Moby Dick zitiert. Und später zitiert bekommt. Von der nervigsten Nebendarstellerin im ganzen Star Trek Universum, aber das ist eine andere Geschichte.
kritik85_xb

(Originalbeitrag vom 11.04.2008, optisch ans aktuelle Theme angepasst und Wertung von 8/10 auf 8,5/10 erhöht am 22.08.2016, )

Sag was dazu!

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s