Kritik: DAS MÄDCHEN AUS DEM WASSER (LADY IN THE WATER)


„Er hört die Stimme Gottes durch ein Kreuzworträtsel.“

Cleveland Heep ist der Hausmeister einer großen Wohnanlage mit Swimming Pool. Schon länger hat er den Verdacht, jemand schwimmt heimlich nachts im Pool, da er des Nachts Geräusche hört und der Pool am nächsten Tag verdreckt ist. Als er eines Nachts nachsieht, stürzt er unglücklich ins Wasser, doch wird er im letzten Moment gerettet: von Story, einer Narf, einer Wassernymphe. Warum sie da ist, würde jetzt zu lange dauern, zu erklären, doch muss Cleveland ihr helfen, wieder nach Hause zu kommen. Alles kein Problem, wäre da nicht der Scrunt, ein hyänenartige Wesen, dass sie umbringen will…

Was passiert, wennn ein Regisseur aufgrund mehrerer Erfolge in Serie freie Hand bekommt? Er verfilmt eine Gutenacht-Geschichte und möchte sie dem Zuschauer als Gruselfilm verkaufen. Oder auch nicht. Was genau dieser Film sein will, weiß ich nicht. Er ist aufgebaut wie die Vorgängerfilme Shyamalans: Ruhig, dezente, aber passende Musik… aber mehr ist da nicht. Ok, es gibt 3 Schreckmomente (ja, ich habe mitgezählt), aber alles in allem will der Film einen nicht überraschen, er will einem keine Angst machen, er will einfach nur seine Geschichte erzählen. Dies gelingt ihm eigentlich ganz gut, doch leider ist diese Gutenachtgeschichte nicht auf Spielfilmlänge ausgelegt, und ein paar Schwächen gönnt sich der Streifen zusätzlich. Die Auswahl der Schauspieler hätte etwas sorgsamer vorgenommen werden sollen. Paul Giamatti als Hausmeister sowie Shyamalan selbst (in einer in ihrer Wichtigkeit doch etwas dick aufgetragenen Rolle) fallen positiv auf, der Rest spielt so belanglos in völlig überzogenen und stereotypen Rollen, dass darunter die Glaubwürdigkeit arg leidet.


Die Dame rechts im Bild hat eine ganz ganz schlimme Synchronsprecherin bekommen…

Pluspunkte macht der Film mit seiner Stimmung, Bildsprache und der Atmosphäre ganz allgemein. Immer wenn der Scrunt in der Nähe ist, wird es spannend und so verwundert es nicht, dass einem diese Szenen im Gedächtnis bleiben.

Und so bleibt der gewagte Vergleich mit Tarantinos „Death Proof“: Wie sind die jeweils neuesten Werke von Tarantino auf der einen und M. Night Shyamalan auf der anderen Seite zu deuten? Ist die Welt einfach noch nicht reif für die Stile der beiden Regisseure (die jedoch unterschiedlicher nicht sein könnten)? Oder geht beiden langsam die Ideen aus, so dass sie sich nur selbst wiederholen, ohne neues einzubringen, dabei aber gutes weglassen?

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