2008

ZWEI WEIHNACHTSMÄNNER [2008]

zweiweihnachtsmänner_01Nachdem wir nun die bisherigen sieben Staffeln „Pastewka“ beendet haben, ohne das hier darüber gebloggt wurde (kurz gesagt: großartig!) habe ich mal geschaut, welchen Film mit Bastian Pastewka man kurzfristig nachschieben könnte. Und obwohl auf den ersten Blick alles dagegen sprach (SAT.1-Fernsehfilm, Drehbuch von Tommy Jaud) wurde es dann „Zwei Weihnachtsmänner“, denn wenn Bastian Pastewka und Christoph Maria Herbst die Hauptrollen spielen kann das ja vieles ausgleichen. Und wenn die Sichtung dann auch noch in die Weihnachtszeit fällt, kommt man auch direkt in weihnachtliche Stimmung. Oder so.
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FOOD FIGHT – WAS KOMMT AUF IHREN TELLER? [2008]

foodfightJa, ein klein wenig kommt es einem bekannt vor, das Cover zu „Food Fight“. Und der uninformierte Interessent (also ich) wird womöglich erst denken, dass diese Doku tatsächlich in irgendeinem Zusammenhang zu „Food Inc.“ steht. Was natürlich nicht so ist. Was sich aber wohl besser verkaufen lässt. Zumindest in Deutschland, ist das originale Cover doch ein ganz anderes. Und durch das gleiche Produktionsjahr stellt sich eh die Frage, ob oder wie man sich da gegenseitig inspiriert hat, denn inhaltlich gibt es durchaus Parallelen.

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THE WRESTLER – RUHM, LIEBE, SCHMERZ [2008]

“You know what? The only one that’s going to tell me when I’m through doing my thing is you people here.”

thewrestler_01Das “Money in the Bank” Event ist grade vorbei, Randy Orton hat sich den Koffer gesichert, AJ Lee den Titel verteidigt. Ruhm für den Moment, doch Erfolge sind vergänglich. Sicher, der Undertaker taucht hin und wieder noch mal wieder auf, und Hulk Hogan ist bei der TNA auch noch mehr oder weniger aktiv. Aber was, wenn man den Absprung nicht rechtzeitig schafft? Wenn der Ruhm von heute verblasst ist und man nur noch in Turnhallen vor einem kleinen Publikum auftritt, wenn die Kollegen auf dem Fan-Fest bereits im Rollstuhl sitzen oder mit Urin-Beutel am Bein an ihren Tischen sitzen? Dann merkt man, dass es Zeit wird, sein Leben in den Griff zu kriegen.

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Shortcuts: BERLIN CALLING [2008]; MOONRISE KINGDOM [2012]

Berlin Calling

berlincalling_01Vereinfacht gesagt: Musikfilm über einen zugedröhnten DJ, der in eine Nervenklinik eingewiesen wird. Anders gesagt: Verkrampftes deutsches Drama, wie man es sich vorstellt, nur mit größtenteils guter (bzw.: passender) Musikuntermalung. Die doch sehr minimalistische Musik Kalkbrenners, mit der ich vorher relativ wenig Berührungspunkte hatte, prägt den Film, rettet ihn sogar, umgekehrt jedoch genauso, hat mich der Soundtrack, für sich genommen und im Auto gehört, auch nicht so begeistert (als benutzerdefinierte Hintergrundmusik für FIFA 13 jedoch klasse!). Hier also die perfekte Symbiose, ein cineastischer Clubbesuch, nur halt relativ dröge, soll heißen: Der Funke will nicht wirklich überspringen, was schade ist. Wer jedoch aus der “Szene” kommt, wird ihn womöglich mehr mögen.
kritik

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FOOD, INC. [2008]

foodinc_01Kühe sind keine Mais-Fresser. Die Wildkuh an sich bevorzugt Gras. Sie frisst auch Mais, klar, aber wo das hinführt, sehen wir momentan: Milch mit krebserregenden Pilzen aufgrund von verseuchtem Futtermais aus Serbien. Das Schimmelpilzgift Aflatoxin B1 wurde erst entdeckt, als es im Grunde schon zu spät war, als 10.000 Tonnen schon im Umlauf waren. Als 3.560 Bauernhöfe in Niedersachen schon ihre Kühe damit gefüttert hatten. Staatssekeretär Udo Paschedag fasst das Offensichtliche treffend zusammen: „Je billiger, desto schöner“. Und ein Sprecher des Importeurs Alfred C. Toepfer International sagte der ‘taz': „Der Mais war nicht bio-zertifiziert“[1]. Womit wir wieder einmal einen Lebensmittelskandal hätten, bei dem alle etwas davon haben: Die Kritiker des Systems und die Befürworter der Bio-Landwirtschaft.

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Shortcuts: CAPTAIN AMERICA – THE FIRST AVENGER [2011], TIM & STRUPPI UND DAS GEHEIMNIS DER EINHORN [2011], IRON MAN (DS) [2008]

Captain America

Amerikas Vorzeigeheld ist ein schwieriger Fall. Der handlungsbedingte Patriotismus ist mit Sicherheit nicht jedermans Sache, sein doch eher lächerliches Outfit lädt auch nicht grade zu einer näheren Betrachtung ein. Mein letzter Kontakt zu Steve Rogers liegt nun auch schon mindestens 20 Jahre zurück, als ich als Kind auf dem Flohmarkt ein Comicheft mit ihm erstanden habe, mehr wusste ich davon leider auch nicht, bis jetzt. Denn jetzt also der Film als Vorbereitung für die “Avengers”. Und das ganze beginnt recht vielversprechend als actionreiches B-Movie, fällt dann aber mit fortlaufender Spielzeit immer weiter ab. Mehr und mehr driftet der Film ins Lächerliche ab, wenn der Typ in seinem blauen Strampler gegen die rote Skelettfresse antritt – so richtig Spannung will dabei auch gar nicht aufkommen, denn wirklich Gefahr strahlt die Hydra gar nicht aus. Was genau an Captain America so gefährlich sein soll, dass Red Skull direkt seinen ganzen Stützpunkt in die Luft jagt, nur weil er auftaucht, wird auch nicht so ganz deutlich. Bis jetzt (“Thor” noch nicht gesehen) mit dem “Hulk” der schwächste von Marvels Filmen.

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Kritik: STAR WARS – THE CLONE WARS [2008]

George Lucas tut mir ja ganz ehrlich leid. Da hatte er mit Episode IV-VI Meilensteine des Unterhaltungskinos geschaffen, den ultimativen Kampf zwischen Gut und Böse in einem bis dahin unbeliebtem Genre mit seinerzeit bahnbrechenden Effekten, und dann reicht das nicht mal für den Lebensabend. Gut, je nach Lebensstil ist das ja verständlich, und somit sind Episode II-III auch entschuldbar (Episode I niemals), denn irgendwovon muss der gute Mann ja auch leben. Nun hat es sich aber zugetragen, dass im Zuge der Einführung des Euro auch in Amerika alles immer teurer wird (ganz bestimmt liegt es daran), und somit reichte das Geld dann trotzdem nicht sehr lange. Eine neue Merchandise-Quelle musste her, ein neuer Kinofilm, mit dessen Umsatz die ganzen Rechnungen bezahlt werden konnten. Die Idee zum Film “The Clone Wars” war geboren. Ok, Spaß beiseite: Natürlich erzählt “The Clone Wars” eine Geschichte, die George Lucas von Anfang an erzählen wollte und unerlässlich für das Verständnis der Saga ist. Oder so.

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Shortcuts: SHERLOCK HOLMES 2 – SPIEL IM SCHATTEN [2011]; SILENT HILL [2006]; BRÜGGE SEHEN… UND STERBEN? (IN BRUGES) [2008]

Sherlock Holmes: Spiel im Schatten

Jetzt nimmt es auch Guy Ritchies Holmes mal mit Moriarty auf, wie so viele Sherlocks vor ihm. Und das ist auch gut so. Denn auch wenn Holmes zu Beginn des Films schon alle Zusammenhänge herausgefunden hat und es dann nur noch darum geht, Moriarty zu fangen, so ist der Weg dahin durchaus spannend, humorvoll und ansehnlich inszeniert. Leider sieht das zwar einerseits auch ganz schick aus, fühlt sich aber leider ein wenig wie durchschnittliches Popcorn-Kino an, ohne dass ich da genaue Gründe nennen könnte.
Man kann sagen: Gott sei Dank war der erste Teil schwächer, denn so konnte sich die Fortsetzung steigern und man wird positiv überrascht. Besser als die Asylum-Variante sind beide Filme aber allemal. Doch an die BBC-Serie kommen sie nicht heran.

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Die Blu-Ray Horror-Box (2): STINGER [2005], MONSTER CLUB [1980], YETI DER SCHNEEMENSCH [2008]

Weiter geht das Grauen. Langsam habe ich das Gefühl, dass die Box den “Horror” im Titel hat, weil die Filme so grauenhaft sind, nicht weil man sich so gruselt. Ok, man gruselt sich, aber aus anderen Gründen. Um so schöner, wenn man auch mal auf eine Ausnahme trifft, die den Schnitt wieder etwas anhebt. Über die erste Sichtung gibt es hier was zu lesen.

Stinger [2005]

Nach Aufstand der Insekten dachte ich ja schon, der Tiefpunkt der Box wäre erreicht. Vielleicht ist das auch so, ich weiß es nicht. Doch Stinger rüttelt ernsthaft am Thron und bedient sich dabei fast der gleichen Ausgangssituation: Mutierte Insekten greifen Menschen an, die jedoch nicht fliehen können, da eingesperrrt. Bei dem einen sind es diverse Viecher in einem Haus, in diesem Fall: Genmanipulierte Riesenskorpione in einem U-Boot. Genmanipulierte Riesenskorpione in einem U-Boot. Ich hab das mal extra wiederholt, weil das ein Satz ist, den muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Genmanipulierte Riesenskorpione in einem U-Boot. Warum, wieso, weshalb – wen interessierts, irgendeine Biotech-Firma experimentiert im Auftrag der Regierung, kennt man ja. Von Film zu Film schwindet mein Vertrauen in die USA mehr, es ist unglaublich was die sich erlauben. Im Gegensatz zu Aufstand der Insekten gibt es hier allerdings auffällig weniger Titten zu sehen, was so einen Film ansonsten ja gerne mal aufwertet, wenn nicht sogar rettet. Zugutehalten muss man ihm aber, dass die beiden Wissenschaftlerinnen (!) beide heiß sind und zumindest eine von den beiden kurz blank ziehen und rumvögeln darf / muss / soll, denn die ist ja auch korrupt, und dann macht man sowas, und überhaupt muss das Publikum bei der Stange (gnihihi) gehalten werden. Technisch tun sich beide Filme nicht viel, wobei in dem vorliegenden Fall macht das die Sache noch schlimmer, denn nicht nur die Skorpione mussten unbedingt computeranimiert werden, sondern auch die zahlreichen Außenaufnahmen des U-Boots inkl. wabernder Wellensimulation.

(Trash-Faktor: 8/10)

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