2008

THE WRESTLER – RUHM, LIEBE, SCHMERZ [2008]

“You know what? The only one that’s going to tell me when I’m through doing my thing is you people here.”

thewrestler_01Das “Money in the Bank” Event ist grade vorbei, Randy Orton hat sich den Koffer gesichert, AJ Lee den Titel verteidigt. Ruhm für den Moment, doch Erfolge sind vergänglich. Sicher, der Undertaker taucht hin und wieder noch mal wieder auf, und Hulk Hogan ist bei der TNA auch noch mehr oder weniger aktiv. Aber was, wenn man den Absprung nicht rechtzeitig schafft? Wenn der Ruhm von heute verblasst ist und man nur noch in Turnhallen vor einem kleinen Publikum auftritt, wenn die Kollegen auf dem Fan-Fest bereits im Rollstuhl sitzen oder mit Urin-Beutel am Bein an ihren Tischen sitzen? Dann merkt man, dass es Zeit wird, sein Leben in den Griff zu kriegen.

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Shortcuts: BERLIN CALLING [2008]; MOONRISE KINGDOM [2012]

Berlin Calling

berlincalling_01Vereinfacht gesagt: Musikfilm über einen zugedröhnten DJ, der in eine Nervenklinik eingewiesen wird. Anders gesagt: Verkrampftes deutsches Drama, wie man es sich vorstellt, nur mit größtenteils guter (bzw.: passender) Musikuntermalung. Die doch sehr minimalistische Musik Kalkbrenners, mit der ich vorher relativ wenig Berührungspunkte hatte, prägt den Film, rettet ihn sogar, umgekehrt jedoch genauso, hat mich der Soundtrack, für sich genommen und im Auto gehört, auch nicht so begeistert (als benutzerdefinierte Hintergrundmusik für FIFA 13 jedoch klasse!). Hier also die perfekte Symbiose, ein cineastischer Clubbesuch, nur halt relativ dröge, soll heißen: Der Funke will nicht wirklich überspringen, was schade ist. Wer jedoch aus der “Szene” kommt, wird ihn womöglich mehr mögen.
kritik

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FOOD, INC. [2008]

foodinc_01Kühe sind keine Mais-Fresser. Die Wildkuh an sich bevorzugt Gras. Sie frisst auch Mais, klar, aber wo das hinführt, sehen wir momentan: Milch mit krebserregenden Pilzen aufgrund von verseuchtem Futtermais aus Serbien. Das Schimmelpilzgift Aflatoxin B1 wurde erst entdeckt, als es im Grunde schon zu spät war, als 10.000 Tonnen schon im Umlauf waren. Als 3.560 Bauernhöfe in Niedersachen schon ihre Kühe damit gefüttert hatten. Staatssekeretär Udo Paschedag fasst das Offensichtliche treffend zusammen: „Je billiger, desto schöner“. Und ein Sprecher des Importeurs Alfred C. Toepfer International sagte der ‘taz': „Der Mais war nicht bio-zertifiziert“[1]. Womit wir wieder einmal einen Lebensmittelskandal hätten, bei dem alle etwas davon haben: Die Kritiker des Systems und die Befürworter der Bio-Landwirtschaft.

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Shortcuts: CAPTAIN AMERICA – THE FIRST AVENGER [2011], TIM & STRUPPI UND DAS GEHEIMNIS DER EINHORN [2011], IRON MAN (DS) [2008]

Captain America

Amerikas Vorzeigeheld ist ein schwieriger Fall. Der handlungsbedingte Patriotismus ist mit Sicherheit nicht jedermans Sache, sein doch eher lächerliches Outfit lädt auch nicht grade zu einer näheren Betrachtung ein. Mein letzter Kontakt zu Steve Rogers liegt nun auch schon mindestens 20 Jahre zurück, als ich als Kind auf dem Flohmarkt ein Comicheft mit ihm erstanden habe, mehr wusste ich davon leider auch nicht, bis jetzt. Denn jetzt also der Film als Vorbereitung für die “Avengers”. Und das ganze beginnt recht vielversprechend als actionreiches B-Movie, fällt dann aber mit fortlaufender Spielzeit immer weiter ab. Mehr und mehr driftet der Film ins Lächerliche ab, wenn der Typ in seinem blauen Strampler gegen die rote Skelettfresse antritt – so richtig Spannung will dabei auch gar nicht aufkommen, denn wirklich Gefahr strahlt die Hydra gar nicht aus. Was genau an Captain America so gefährlich sein soll, dass Red Skull direkt seinen ganzen Stützpunkt in die Luft jagt, nur weil er auftaucht, wird auch nicht so ganz deutlich. Bis jetzt (“Thor” noch nicht gesehen) mit dem “Hulk” der schwächste von Marvels Filmen.

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Kritik: STAR WARS – THE CLONE WARS [2008]

George Lucas tut mir ja ganz ehrlich leid. Da hatte er mit Episode IV-VI Meilensteine des Unterhaltungskinos geschaffen, den ultimativen Kampf zwischen Gut und Böse in einem bis dahin unbeliebtem Genre mit seinerzeit bahnbrechenden Effekten, und dann reicht das nicht mal für den Lebensabend. Gut, je nach Lebensstil ist das ja verständlich, und somit sind Episode II-III auch entschuldbar (Episode I niemals), denn irgendwovon muss der gute Mann ja auch leben. Nun hat es sich aber zugetragen, dass im Zuge der Einführung des Euro auch in Amerika alles immer teurer wird (ganz bestimmt liegt es daran), und somit reichte das Geld dann trotzdem nicht sehr lange. Eine neue Merchandise-Quelle musste her, ein neuer Kinofilm, mit dessen Umsatz die ganzen Rechnungen bezahlt werden konnten. Die Idee zum Film “The Clone Wars” war geboren. Ok, Spaß beiseite: Natürlich erzählt “The Clone Wars” eine Geschichte, die George Lucas von Anfang an erzählen wollte und unerlässlich für das Verständnis der Saga ist. Oder so.

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Shortcuts: SHERLOCK HOLMES 2 – SPIEL IM SCHATTEN [2011]; SILENT HILL [2006]; BRÜGGE SEHEN… UND STERBEN? (IN BRUGES) [2008]

Sherlock Holmes: Spiel im Schatten

Jetzt nimmt es auch Guy Ritchies Holmes mal mit Moriarty auf, wie so viele Sherlocks vor ihm. Und das ist auch gut so. Denn auch wenn Holmes zu Beginn des Films schon alle Zusammenhänge herausgefunden hat und es dann nur noch darum geht, Moriarty zu fangen, so ist der Weg dahin durchaus spannend, humorvoll und ansehnlich inszeniert. Leider sieht das zwar einerseits auch ganz schick aus, fühlt sich aber leider ein wenig wie durchschnittliches Popcorn-Kino an, ohne dass ich da genaue Gründe nennen könnte.
Man kann sagen: Gott sei Dank war der erste Teil schwächer, denn so konnte sich die Fortsetzung steigern und man wird positiv überrascht. Besser als die Asylum-Variante sind beide Filme aber allemal. Doch an die BBC-Serie kommen sie nicht heran.

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Die Blu-Ray Horror-Box (2): STINGER [2005], MONSTER CLUB [1980], YETI DER SCHNEEMENSCH [2008]

Weiter geht das Grauen. Langsam habe ich das Gefühl, dass die Box den “Horror” im Titel hat, weil die Filme so grauenhaft sind, nicht weil man sich so gruselt. Ok, man gruselt sich, aber aus anderen Gründen. Um so schöner, wenn man auch mal auf eine Ausnahme trifft, die den Schnitt wieder etwas anhebt. Über die erste Sichtung gibt es hier was zu lesen.

Stinger [2005]

Nach Aufstand der Insekten dachte ich ja schon, der Tiefpunkt der Box wäre erreicht. Vielleicht ist das auch so, ich weiß es nicht. Doch Stinger rüttelt ernsthaft am Thron und bedient sich dabei fast der gleichen Ausgangssituation: Mutierte Insekten greifen Menschen an, die jedoch nicht fliehen können, da eingesperrrt. Bei dem einen sind es diverse Viecher in einem Haus, in diesem Fall: Genmanipulierte Riesenskorpione in einem U-Boot. Genmanipulierte Riesenskorpione in einem U-Boot. Ich hab das mal extra wiederholt, weil das ein Satz ist, den muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Genmanipulierte Riesenskorpione in einem U-Boot. Warum, wieso, weshalb – wen interessierts, irgendeine Biotech-Firma experimentiert im Auftrag der Regierung, kennt man ja. Von Film zu Film schwindet mein Vertrauen in die USA mehr, es ist unglaublich was die sich erlauben. Im Gegensatz zu Aufstand der Insekten gibt es hier allerdings auffällig weniger Titten zu sehen, was so einen Film ansonsten ja gerne mal aufwertet, wenn nicht sogar rettet. Zugutehalten muss man ihm aber, dass die beiden Wissenschaftlerinnen (!) beide heiß sind und zumindest eine von den beiden kurz blank ziehen und rumvögeln darf / muss / soll, denn die ist ja auch korrupt, und dann macht man sowas, und überhaupt muss das Publikum bei der Stange (gnihihi) gehalten werden. Technisch tun sich beide Filme nicht viel, wobei in dem vorliegenden Fall macht das die Sache noch schlimmer, denn nicht nur die Skorpione mussten unbedingt computeranimiert werden, sondern auch die zahlreichen Außenaufnahmen des U-Boots inkl. wabernder Wellensimulation.

(Trash-Faktor: 8/10)

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Shortcuts: TRON [1982]; JOYRIDE 2 – DEAD AHEAD [2008]

TRON [1982]

Viel gibt es zu diesem Film eigentlich nicht zu sagen. Möchte man ihn ernsthaft kritisieren, so muss man zwangsläufig, wie bei allen älteren Filmen die Effekte eingesetzt haben, die Qualität dieser mit dem Alter des Film in Relation setzen. Und da war Tron nun mal der erste Realspielfilm, der Computeranimationen in so einem Ausmaß einsetzte, und das vor gut 29 Jahren! Der Look des Films ist dabei bis heute unerreicht – vielleicht nur von dem Nachfolger, wir werden sehen. Was bleibt, ist eine hanebüchene Story und aufgesetzt spielende Akteure – man muss ja nur mal darauf achten, was Jeff Bridges damals unter “Schleichen” verstanden hat. Schlecht ist der Film nicht, aber in meiner Erinnerung war er besser. Weshalb ich mich auch trotzdem auf Teil zwei freue.

JOYRIDE 2 – DEAD AHEAD [2008]

Mitten in der Wildnis wollen die vier Protagonisten nur mal eben eine Abkürzung nehmen (kennt man ja), auf der dann leider ihr Auto verreckt (kommt vor) und das Handy hat sowieso keinen Empfang (Standard). Das ist der Stoff, aus dem Horrorfilme sind. “Rusty Nail”, vielen noch aus dem Vorgänger Joyride – Spritztour bekannt, lebt Gott sei dank in dieser Einöde und da er grad unterwegs ist (Fernfahrer, das muss man wissen), leihen sich die vier mal eben sein Auto, welches er netterweise in der Garage stehen hat. Alles weitere kennt man vom Vorgänger: Einer der Freunde gerät in Rustys Gefangenschaft, die verbliebenen drei müssen tun was er sagt, noch einer gerät in Gefangenschaft, die verbliebenen zwei müssen tun was er sagt. Zwischendrin stirbt auch mal jemand. Die Fortsetzung des gar nicht mal so verkehrten, eher subtilen Thrillers vermischt die Story des erstens Teils mit aus Saw bekanntem Torture Porn, um noch etwas hipper zu wirken und ist ansonsten gar nicht mal so schlimm wie befürchtet, was für eine Direct-to-DVD-Fortsetzung doch schon mal was heißen will. Weshalb ich mich auch trotzdem auf Teil drei freue. Oder besser: Weshalb ich für Teil drei auch nicht das Schlimmste erwarte.

Shortcuts: PROJEKT: PEACEMAKER [1997]; MÄNNERHERZEN [2009]; DAYBREAKERS [2009]; GET SMART [2008]

Projekt: Peacemaker [1997]

George Clooney frisch aus dem Operationsaal, Nicole Kidman im altmodischen Hosenanzug: Man merkt dem Film sein Alter schon an. Das die Story über gestohlene Atomwaffen, die Clooney und Kidman in Russland wiederbeschaffen müssen allerdings immer mehr oder weniger aktuell sein wird, lässt sich leider nicht bestreiten. Und so wundert man sich zwar, dass die Russen nicht dazu in der Lage sind, sich um ihre Dinge selber zu kümmern, so dass die Amerikaner in deren Land deren Raketen suchen müssen, doch deckt dies ein wenig das amerikanische Weltbild auf und hinterlässt einen faden Beigeschmack. Die Weltpolizei, die über Leichen geht, um die Menschheit zu beschützen. Was bleibt, ist zwar einerseits “nur” ein 08/15 Actionfilmchen mit einigen netten Szenen und kaum Aussetzern nach unten andererseits aber stellt man fest, dass es so etwas “heutzutage” kaum noch gibt, und so ist es doch schön, wann man auch mal auf so einen Film in seiner Sammlung zurückgreifen kann.

Männerherzen [2009]

Deutscher Episodenfilm der es schafft, fast durchgehend belanglos und vorhersehbar zu sein. Oberflächliche Charaktere, die auf Teufel komm raus nicht immer das sind, was sie vorgeben zu sein und die selbstverständlich am Ende entweder ihr Ziel erreichen oder sich zu ihrem wahren ich bekennen. Und so wandelt sich Til Schweigers Charakter von “Jerome” zu Hans-Jürgen, zum Beispiel. “Aufgelockert” wird das Ganze durch den Schlagersänger Bruce Berger, der einen auf Kultfigur macht (was aber nur teilweise funktioniert), depressiv wird das Ganze dann wieder durch Roland Feldberg, dessen Lebensgeschichte nicht wirklich in eine Komödie passen will (was also so gar nicht funktioniert). Das mag ja alles in der Intention der Macher liegen und insofern eine tiefere Bedeutung haben, sowas wie ein Erklärungsversuch, wie Männer “ticken”, aber im Endeffekt ist der Film, wie eingangs erwähnt, belanglos. Einzig Christian Ulmen vermag (wie fast immer) zu überzeugen, aber das ist ja auch eine Rolle, die er drauf hat und daher kein Qualitätsmerkmal des Films oder des Drehbuchs.

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