Archiv der Kategorie: Filmkritik

Hier findet Ihr alle besprochenen Filme – Kino, TV oder DVD!

THE LEGO MOVIE 3D [2014]

thelegomovie_01Am Anfang war der LEGO-Stein. Seit 1949 hat sich aber viel getan, so dass das Unternehmen sein Geld nicht mehr nur mit Bauklötzen in verschiedenene Themenausrichtungen verdient, sondern auch multimedial omnipräsent ist. Insbesondere die LEGO-Videospiele sind – trotz insgesamt fast identischer Spielmechanik – unheimlich populär, was aber auch an einer Sache liegt: So sehr man LEGO vielleicht anfangs auch den Vorwurf machen wollte, seinen Namen für schnelles Geld herzugeben, so sehr wurde man schnell vom Gegenteil überzeugt. Die Spiele, wie z.B. zu „Harry Potter“, „Batman“ oder zu „Star Wars“ nutzten nicht nur die populäre Lizenz um sich gut zu verkaufen, sondern überzeugten durch Liebe zum Detail, genialem Co-op-Modus, absurdem Witz und Ahnung von der Materie, so dass sie bis ins Detail stimmig waren und somit auch die jeweiligen Fans überzeugten. Und jetzt also der Kinofilm – ohne eine bekannte Vorlage, eine eigenständige Geschichte mit größtenteils unbekannten Figuren. Kann das funktionieren?

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THE FOUNTAIN [2006]; DIE FIRMA [1993]; COMMUNITY – Season 2

The Fountain

thefountain_01Lange schon stand „The Fountain“ bei mir auf der berühmten Liste, endlich bot sich zum einen mal die Möglichkeit, zum anderen war ich vermeintlich auch in der richtigen Stimmung für den Film. Darren Aronofsky – dessen „Black Swan“ alleine thematisch wenig für mich war, dessen „The Wrestler“ mich dafür (trotz der Thematik) um so mehr begeisterte – schuf hier einen bildgewaltigen Film, in dem es um nicht weniger als das (ewige) Leben, den Tod, die Wiedergeburt und all sowas geht. Und bei dem sich wieder bestätigt hat, was ich schon bei „2001“ schrieb: Dieser ganze verschwurbelte esoterische Quatsch ist nichts für mich. „The Fountain“ ist immer dann am besten, wenn er auf dem Boden der Tatsachen bleibt. Oder anders gesagt: Zwei Zeitebenen hätten durchaus gereicht. Da musste Hugh Jackman nicht noch zwingend in einer Blase durchs Weltall fliegen und seinen Baum streicheln. Damit Ihr’s nicht mehr schreiben müsst: Ich hab den Film in all seiner Genialität wohl nur nicht verstanden.
kritik

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HÄNSEL & GRETEL: HEXENJÄGER (Kinofassung) [2013]

haenselgretel_01Es gibt Filme, die sind allein von der Prämisse her schon ziemlich cool: Nazis auf dem Mond, ein Vampire jagender Präsident, Schlangen in einem Flugzeug, glitzernde Vampire. Oft ist es dann aber leider so, dass diese Idee auch schon das beste an diesem Film ist, da man letztendlich dann doch nicht all zu viel damit anzufangen weiß. Ganz schlimm wird es dann, wenn sich diese Filme selber zu ernst nehmen, denn merke: Je bekloppter die Idee, desto mehr Selbstironie sollte so ein Film schon mitbringen. Hier also: Hänsel und Gretel überleben – in leicht abgewandelter Art und Weise im Gegensatz zum Märchen – das Martyrium im Lebkuchenhaus und werden beruflich Hexenjäger. Soweit, so gut. Kann aber auch schlecht werden.

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96 HOURS – TAKEN 2 (Extended Cut) [2012]

taken2_01„Ja Mensch“, wird sich der deutsche Verleih gedacht haben, „doch noch ne Fortsetzung, und die hat nicht mal nen eigenständigen Namen. Und die hat nicht mal im Ansatz einen Bezug zu unseren 96 Stunden, die der deutsche Kinobesucher aber nun mal braucht, um den Film toll zu finden. Na, dann heißt der Film halt ’96 Hours – Taken 2′. ’96 Hours 2′ klingt ja schließlich auch blöd.“. So oder ähnlich mag das gewesen sein, damals, als sich die Fortsetzung von Liam Neesons Rachefilm ankündigte. Und man hatte schon die Befürchtung: So dumm die Entscheidung war, einem Film mit englischem Titel für den deutschen Markt einen neuen englischen Titel zu verpassen, so dumm könnte eine Fortsetzung zu diesem schon für einen Teil relativ inhaltsleeren Actioner werden. Den ersten Teil fand ich gut – rasant, actionreich, geradlinig, wenn auch mit ohne Story – aber das ist ja immer so eine Sache mit Fortsetzungen. Kennt man ja.

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DARK SHADOWS [2012]

darkshadows_01Tim Burton, Johnny Depp, Helena Bonham-Carter, Danny Elfman: Eine Kombination, die man so oder ähnlich schon kennt. Und zumindest wenn die zwei bis drei erstgenannten zusammen arbeiten, kommt da häufig was Gutes bei rum. Nicht immer – man denke da nur mal an „Alice im Wunderland“. Aber es kommt vor – siehe zuletzt „Sweeney Todd“. Doch kann man allen Optimisten die darauf hoffen, mit „Dark Shadows“ einen sehr guten Burton zu sehen gleich den Wind aus den Segeln nehmen: Dem ist nicht wirklich so. Immerhin ist er jedoch besser als „Alice“, was ja auch schon mal viel wert ist. Woran das liegt? Vielleicht weil ich vor der Sichtung schon völlig genervt war, weil sich bei der Blu Ray beim Filmstart das Bild-im-Bild Bonusmaterial nicht abstellen ließ, obwohl es laut Menü „aus“ war. Wem das ähnlich geht: Auch wenn es „aus“ ist, muss man’s erst „an“ stellen, um es dann wieder „aus“ zu stellen. Danke, Warner. Ging ja bestimmt nicht anders. Zurück zur Ausgangsfrage: Vielleicht lag’s aber auch am Film.

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OH BOY [2012]

ohboy_01Da sitzt man abends in seinem neu erworbenem Eigenheim auf dem Land, das Feuer lodert im Kamin, die Katze reckt sich neben einem auf dem Sofa und man schaut in Ruhe, welche Filme auf dem Festplattenreceiver noch zur Verfügung stehen. Dann entscheidet man sich für einen Film über einen jungen Mann, der mitten in Berlin eine kleine Sinnkrise durchmacht, ohne Geld, ohne Plan, ohne Kaffee. Und fragt sich, ob man da überhaupt mitreden kann. Ob man seine Sorgen nachvollziehen kann. Oder ob man ähnliches erlebt haben muss, um sich mit ihm zu identifizieren. Ob man ein Stadtkind sein muss. Und was soll ich sagen: Da sind die Sorgen relativ unbegründet. Der Weg ist das Ziel, die Vergangenheit eher nebensächlich, und solche Gedanken wie dieser junge Mann hat sich wohl schon jeder in ähnlicher Form in dem Alter gemacht. Aber noch viel mehr ist es sowieso ein Film über Berlin.

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VINCENT WILL MEER [2010]

– „Hast du mich grade Fotze genannt??“
- „Mensch, er hat Tourette!“
— „Ne, das meinte ich schon so.“

VincentwillMeer_01Komödien über kranke oder gehandicapte Menschen sind nicht einfach zu realisieren, gilt es doch die Gradwanderung zu meistern zwischen sich darüber lustig machen und nicht lustig zu sein und stattdessen die Betroffenheitsschiene zu fahren. Und selbst wenn es einem gelingt, gibt es immer noch genügend Leute die nicht darüber lachen können bzw. denen das Thema immer noch nicht sensibel genug angegangen wurde. Zuletzt hatte „Ziemlich beste Freunde“ das Problem, dass die meisten Film diesen Film lustig fanden, sich aber immer noch genügend Leute gefunden haben, die den so gar nicht zum Lachen fanden, der arme Mann. Sogar Rassismus wurde dem Film vorgeworfen, da sein Pfleger schwarz war und angeblich zu stereotyp angelegt wurde. Meine Güte. Diese Sorgen sollte „vincent will meer“ nicht haben, spielen Menschen mit anderer Herkunft hier doch kaum eine Rolle – dafür aber gleich drei junge Leute mit unterschiedlichen Krankheiten.

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