Filmkritik

Hier findet Ihr alle besprochenen Filme – Kino, TV oder DVD!

PLANET DER AFFEN – REVOLUTION [2014]

planetderaffenrevolution_01Ja, super Wortspiele: „Prevolution“, „Revolution“ – da konnte sich mal wieder jemand selbst auf die Schulter klopfen. Sinn muss es freilich nicht zwangsläufig ergeben. „Prevolution“ war 2011 jedenfalls die Kinoüberraschung für mich, hätte ich nach Burtons Variante des Affenfilms nicht mehr damit gerechnet, noch einen guten Film über diese Thematik zu sehen. Doch das Reboot überzeugte in allen Bereichen und machte somit neugierig auf die Fortsetzung, welche nach meinen Erwartungen zwar nicht ganz so emotional werden würde, aber zumindest storytechnisch nicht enttäuschen würde. Wie gesagt, meine Erwartungen. Und wie ist es nun gekommen? (Leichte Spoiler sind zu erwarten)

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DER ELEFANTENMENSCH [1980]

Ein-Film-Viele-Blogger
Elefantenmensch_01Es begab sich aber zu der Zeit, dass es Sonntag war, morgens, nach dem ersten Kaffee. Und es fühlte sich richtig an, JETZT “Der Elefantenmensch” zu gucken, ein Film, der seit Bekanntgabe des “Spielplans” der Aktion “Ein Film – Viele Blogger” bereits hier lag. “Ein Film – Viele Blogger”? Eine Aktion von Intergalaktische Filmreisen: Möglichst viele Blogger posten zu einem vorgegebenen Stichtag ihre Besprechung zu einem vorgegebenen Film. Da mag dann zwar der Feedreader relativ eintönig aussehen, das Ergebnis wird es aber definitiv nicht sein, denn es wird wohl kaum so sein, dass alle Blogger den Film auch gleich sehen, sprich bewerten.

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BOYHOOD [2014]

boyhood_01Coming-of-Age-Filme: Unter dem Begriff Coming-of-Age-Film (engl. Coming of Age ‚Heranwachsen‘) versteht man Filme, deren jugendliche Helden von grundlegend menschlichen Fragen bewegt werden. Einerseits ist der erstmalige Kontakt mit solchen Fragen für Jugendliche etwas durchaus Alterstypisches, andererseits sind solche Motive jedoch ebenso für Erwachsene interessant, die selbst in diesem Alter mit entsprechenden Fragen konfrontiert waren. Durch die erstmalige Verarbeitung werden die Gefühle der jungen Menschen besonders intensiviert. (Wikipedia)“. Nun läuft sie also im Kino, die scheinbare Mutter aller Filme des Genres: „Boyhood“ ist nicht nur ein Film übers Erwachsenwerden – sondern der Hauptdarsteller wird während des Films erwachsen. 12 Jahre dauerten die Dreharbeiten, herausgekommen ist – objektiv betrachtet – ein geglücktes Experiment. Zum einen, was die Wahl der Darsteller angeht, zum anderen wirkt der Film wie aus einem Guss und nicht wie zeitlich versetzt gedrehtes Flickwerk.

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KICK-ASS 2 [2013]

KickAss2_01Ganz normale Menschen verkleiden sich als Superhelden und bekämpfen Verbrechen? Klingt nach einem guten Stoff für eine Komödie und wurde auch gut umgesetzt, damals, mit „Kick-Ass“. Das war lustig, brutal, anarchisch, kurz gesagt: Super. Eine Fortsetzung war dabei nur eine Frage der Zeit, wo es ja dank der Comic-Vorlage auch noch Stoff genug gibt. Endlich feierte also auch ich ein Wiedersehen mit Kick-Ass und Hit-Girl, doch dabei sollte es nicht bleiben: Ganz wie bei den Superhelden-Vorbildern von Marvel oder DC wird auch hier eine Vereinigung von Helden gegründet, „Justice Forever“ und somit lernen wir noch einige Helden des Alltags mehr kennen, inklusive ihres bösen Gegenspielers, dem „Motherfucker“ – der aber auch ein alter Bekannter ist.

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THOR 2 – THE DARK KINGDOM [2013]

thor2_01(Leichte Spoiler enthalten)
Wir gucken Filme zu Hause ja größtenteils synchronisiert, was viele nicht verstehen, ich aber nicht schlimm finde. So jetzt auch „Thor 2“. Und wenn man dann deutsche Fassungen guckt, werden oftmals auch englische Begriffe, die im Bild zu sehen sind, deutsch untertitelt. Und so begab es sich, dass Gott sei Dank auch dieser unsäglich englische Filmtitel „The Dark World“ untertitelt wurde – mit dem wesentlich besser zu verstehenden, rein deutschen „The Dark Kingdom“. Manchmal fragt man sich, was die Leute geraucht haben und ob man davon auch was haben kann. Andererseits kann es aber natürlich auch sein dass man sonst glauben könnte, man säße in der Asylum-Variante, weil der Film heißt ja „Kingdom“ und nicht „World“, und da ist es ja gut, dass dann auch der Titel mit eingeblendet wird, den Hein Blöd auch auf dem Poster gelesen hat. Gott sei Dank – dafür braucht man schon mal keinen höheren Abschluss.

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APP [2013]

app_01Wer auch nur hin und wieder die Champions League im ZDF verfolgt der weiß, wie toll die Mainzer die Idee des „Second Screen“ finden. Zusätzliche Infos zum jeweiligen Spiel auf dem Handy oder Laptop, mit Statistiken und ähnlichem Gedöns – „Webtribüne“ nennen die das da. Da ist es nur logisch, dass ein Film wie „App“ seine Premiere auf diesem Sender feiert – „der erste Kinofilm mit Second-Screen“. Vorzustellen hat man sich das so: Vor dem Film installiert man sich die App zum Film auf seinem Smartphone und startet sie bei Filmbeginn, über die Tonsignale des laufenden Films werden dann diverse Aktionen auf dem Handy gestartet, die das Filmerlebniss noch bereichern sollen. Und damit meine ich kein Bonusmaterial oder Audiokommentare. Ob das funktioniert? Beim ersten Versuch meldete die App noch frech, dass sie ja wohl merken würde, dass ich den Film gerade NICHT schaue (obwohl er lief), beim zweiten Versuch klappte es reibungslos. Und? Wie wars?

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X-MEN – ZUKUNFT IST VERGANGENHEIT [2014]

xmendogp(Spoiler sind zu erwarten)
So richtig bin ich mit den „X-Men“ ja nie warm geworden. Also, die Filme an sich sind ja gar nicht schlecht. Und die Reihe hat ja auch was zu erzählen, so mit Botschaft und so (wenn es auch gefühlt immer die gleiche Geschichte ist). Die mich dann aber doch wieder irgendwie kalt lässt, weil sich die Filme so anfühlen. Soll heißen: Ich bin da irgendwie nur dabei, nicht mittendrin. Alles fühlt sich steril an, so richtig mag ich mit den Leutchen da auch nicht mitfühlen. Und was die alles können, nur aufgrund einer genetischen Mutation! Jeder was anderes, klar, aber das haut einen schon um. Blink zum Beispiel kann Portale von einem Ort zum anderen öffnen. Weil ihre Gene das so wollen. Mystique kann sich äußerlich in jede andere Person verwandeln, inklusive Kleidung, scheißegal ob es da vielleicht einen gewissen Größenunterschied gibt. Selbst die Stimme wird perfekt imitiert! Der eine schießt Laser aus seinen Augen, der andere verwandelt sich in Metall, wieder einer kann sich schneller bewegen als – naja, alles andere, und trotzdem sitzt die Frisur am Ende noch. Durch Wände gehen, Feuerbälle schießen, Gedanken lesen – für alles gibt es einen Mutanten.

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THE LEGO MOVIE 3D [2014]

thelegomovie_01Am Anfang war der LEGO-Stein. Seit 1949 hat sich aber viel getan, so dass das Unternehmen sein Geld nicht mehr nur mit Bauklötzen in verschiedenene Themenausrichtungen verdient, sondern auch multimedial omnipräsent ist. Insbesondere die LEGO-Videospiele sind – trotz insgesamt fast identischer Spielmechanik – unheimlich populär, was aber auch an einer Sache liegt: So sehr man LEGO vielleicht anfangs auch den Vorwurf machen wollte, seinen Namen für schnelles Geld herzugeben, so sehr wurde man schnell vom Gegenteil überzeugt. Die Spiele, wie z.B. zu „Harry Potter“, „Batman“ oder zu „Star Wars“ nutzten nicht nur die populäre Lizenz um sich gut zu verkaufen, sondern überzeugten durch Liebe zum Detail, genialem Co-op-Modus, absurdem Witz und Ahnung von der Materie, so dass sie bis ins Detail stimmig waren und somit auch die jeweiligen Fans überzeugten. Und jetzt also der Kinofilm – ohne eine bekannte Vorlage, eine eigenständige Geschichte mit größtenteils unbekannten Figuren. Kann das funktionieren?

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THE FOUNTAIN [2006]; DIE FIRMA [1993]; COMMUNITY – Season 2

The Fountain

thefountain_01Lange schon stand „The Fountain“ bei mir auf der berühmten Liste, endlich bot sich zum einen mal die Möglichkeit, zum anderen war ich vermeintlich auch in der richtigen Stimmung für den Film. Darren Aronofsky – dessen „Black Swan“ alleine thematisch wenig für mich war, dessen „The Wrestler“ mich dafür (trotz der Thematik) um so mehr begeisterte – schuf hier einen bildgewaltigen Film, in dem es um nicht weniger als das (ewige) Leben, den Tod, die Wiedergeburt und all sowas geht. Und bei dem sich wieder bestätigt hat, was ich schon bei „2001“ schrieb: Dieser ganze verschwurbelte esoterische Quatsch ist nichts für mich. „The Fountain“ ist immer dann am besten, wenn er auf dem Boden der Tatsachen bleibt. Oder anders gesagt: Zwei Zeitebenen hätten durchaus gereicht. Da musste Hugh Jackman nicht noch zwingend in einer Blase durchs Weltall fliegen und seinen Baum streicheln. Damit Ihr’s nicht mehr schreiben müsst: Ich hab den Film in all seiner Genialität wohl nur nicht verstanden.
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