Archiv für den Monat Juni 2011
Kritik: PIRATES OF THE CARIBBEAN – AM ENDE DER WELT [2007]
Der Logik der deutschen Filmtitel nach müsste der ja eigentlich heißt: „Pirates Of The Caribbean 2 – Am Ende der Welt – Fluch der Karibik 3 – At Worlds End“. Tut er aber nicht, was gut ist, denn das hätte für Teil vier ja einen Mordstitel ergeben. Wenn die deutschen Namensgeber also alles richtig gemacht haben, stellt sich ja die Frage, ob die eigentlichen Filmemacher auch alles richtig gemacht haben. Sollte man ja meinen, da ja schon die erste Fortsetzung als sehr gelungen bezeichnet werden kann – siehe hier. Mit dem gleichen Erfolgsrezept weiter, dann kann ja schon mal nichts schiefgehen.
Denkt man sich so. Wenn man nicht vom Fach ist. Doch erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt.
Harte Zeiten brechen für die Piraten an. Die East India Trading Company geht mit aller Gewalt gegen die Piraterie vor, was allein schon dadurch deutlich gemacht wird, dass gleich zu Beginn des Films ein Kind erhängt wird. Cpt. Barbossa sieht nur eine Möglichkeit: Die Göttin Calypso muss aus ihrer menschlichen Gestalt befreit werden, damit sie den Piraten im Kampf gegen die Globalisierung beisteht. Cpt. Jack Sparrow hat indes ganz andere Sorgen: Im zweiten Teil von der Krake verschluckt, fristet er sein Dasein in der Unterwelt. Will Turner hat vor ihn zu retten, um mit der Black Pearl seinen Vater aus den Händen von Davy Jones zu befreien – der jedoch für die Trading Company kämpft, da diese im Besitz seines Herzens ist. A propos Davy Jones: Der war auch teilweise mit dafür verantwortlich, dass Calypso eine menschliche Gestalt bekam, und so schließt sich der Kreis.
Trailer: MEGA PYTHON VS GATOROID
Zugegeben, „Mega Shark vs Giant Octopus“ habe ich noch nicht gesehen, kann aber eigentlich nur „super“ sein. So wie das hier…
Und dann gab’s ja auch noch das hier…
Ich glaube, die bei Asylum lieben ihren Job.
TrashTime: TITANIC 2 – DIE RÜCKKEHR [2010]
Ich könnte mir vorstellen, Kritiken über Asylum-Filme zu schreiben, ist genau überflüssig wie über Uwe Boll -Filme zu schreiben. Irgendwie erinnern mich diese Filme an kleine Kinder, die mit ihren bescheidenen Mitteln Szenen nachspielen, beispielsweise als Cowboy und Indianer und davon total begeistert sind. In ihren Augen SIND sie dann ja auch Cowboy und Indianer, selbst wenn das Gewehr aus Holz geschnitzt ist. Die Erwachsenen belächeln sowas dann gerne mal – oder haben nie damit aufgehört und spielen vor der Kamera weiter. Dabei kommen dann Filme wie „Titanic 2 – Die Rückkehr“ heraus. Für die Produzenten vielleicht der beste Film aller Zeiten, und das auch noch selbst gemacht (!), für alle anderen schlimmer als so mancher Fan-Film.
Es gehört schon was dazu, von einer realen Katastrophe eine Fortsetzung zu machen, diese dann tatsächlich mit „Die Rückkehr“ zu untertiteln und die Story auch noch ähnlich ablaufen zu lassen. Natürlich ein Eisberg, natürlich gibt die „Titanic 2″ Vollgas, und wenn dann noch der Satz fällt „Es scheint, als wenn sich die Geschichte wiederholen würde!“ denkt man sich: Ja, das Gefühl habe ich auch. Der einzig nennenswerte Unterschied ist wohl noch der Versuch, ein wenig Umweltbotschaft von wegen Erderwärmung und schmelzende Pole mit einzubringen, aber das Thema ist dann nach 20 Minuten auch vom Tisch.
So wie ich das sehe, hat man zwei Möglichkeiten. Entweder, man ist schon besoffen, wenn man den Film anschaut.
Oder man verbindet die Sichtung mit einem Trinkspiel. Beispielsweise muss man immer einen trinken, wenn die gleiche Szene kommt, wie die Titanic vorbei schippert. Jedesmal einen trinken, wenn es zu dunkel ist, um überhaupt etwas (die schlechten Effekte nämlich) zu erkennen. Oder jedesmal einen trinken, wenn der Held der Geschichte (zumindest in der deutschen Synchro) „Ok!“ sagt oder fragt „Bist du ok?“. Obwohl das dann schon für Fortgeschrittene ist, ansonsten würde eine Alkoholvergiftung anstehen.
Gesucht und… gefunden? (4)
Manchmal fragt man sich ja, wie die Leute mit solchen Suchbegriffen atm finden. Deswegen veröffentliche ich sowas dann: Weil dann finden sie atm erst Recht mit solchen Suchbegriffen!
mit welchem programm macht daft punk musik
MS Paint. Ja, die können sowas.
chuck norris hat angst
Der war gut.
inception geht so etwas
Ganz ehrlich? Ja.
last horror movie geschnitten
Jepp.
geteilte eichel
Jetzt wirst du aber komisch.
büro ist wie nur mit akten
„Obskure Vergleiche 300″, ich möchte lösen: Was ist Kirmes?
machete titten
Klaus schaffte es immer wieder, komplizierte Gedankengänge auf den kleinsten Nenner zusammenzufassen.
Shortcuts: PIRATES OF THE CARIBBEAN – FLUCH DER KARIBIK 2 [2003]; GHOST RIDER [2007]
PIRATES OF THE CARIBBEAN – FLUCH DER KARIBIK 2
Gruseliger ist es, lustiger ist es, gigantischer ist es – und doch leider nicht besser, dafür aber nur geringfügig weniger gut. Der Film hat seine genialen Stellen – stellvertretend seien einfach mal alle Geschehnisse auf der Insel der Kannibalen genannt, und so richtig schlecht ist da gar nichts, aber irgendwie funktioniert die Story mit der Flying Dutchman bei mir nicht, ich kann nicht mal sagen warum, wobei dies technisch natürlich alles sauber gelöst wurde. Was aber ausschlaggebend ist: Auch dieser Teil merkt leider erst ziemlich spät, wann er zu Ende sein sollte. Wie ja auch schon nebenan bei bullion geschrieben wurde: Kannibaleninsel, Mühlenrad – alles grandios und perfekte Unterhaltung, aber dazwischen möchte man fast sagen: Ein großes, aufgeblasenes Nichts. Wenn auch immer noch ein sehr gutes Nichts, welches lediglich einen Teil der Leichtigkeit vom Vorgänger eingebüßt hat.

GHOST RIDER [2007]
Natürlich, dass ist alles ganz großer Quatsch, was man hier geboten bekommt. Nicolas Cage als Kopfgeldjäger des Teufels auf seinem brennenden Motorad, unterwegs um die Seelen für seinen Auftraggeber einzufordern, die diesem einst vertraglich zugesichert wurden. Ob das alles so Sinn macht, wie’s gezeigt und erzählt wird, sollte man nicht hinterfragen, ebensowenig sollte man jedem Dialog so genau zuhören, denn es wird hier gerne mal Blödsinn erzählt. Doch das spielt in diesem Fall überhaupt keine Rolle, denn verdammt noch mal: Der Film macht einfach Spaß. Man könnte sagen: Keine Angst, der tut nichts, der will nur spielen, und das kann er gut. „Ghost Rider“ ist so ein Film, der die Zuschauer spaltet: Entweder man hasst ihn oder man liebt ihn. Ein CGI-Spielplatz, ein High-Budget-B–Movie mit Ansage. Zieht die Jalousinen runter, dreht die Anlage auf, und wenn Cages’ digital verfremdete Stimme dröhnt „Gnade ist ausverkauft“, dann guckt Ihr den richtigen Film. Und viel mehr sag ich da jetzt nicht zu, da ich mir überlege diesen Film für die moviepilot-Aktion „Lieblingsfilm“ zu besprechen.

11/10