Archiv für den Tag 21. Dezember 2009

Kurzkritik: AVATAR – AUFBRUCH NACH PANDORA 3D [2009]


“Sie eröffnen das Feuer!”
- “Soll das ein Witz sein?”

12 Jahre, nachdem James Cameron die Titanic absaufen ließ meldet er sich nun zurück mit einem Film, der “das Kino revolutionieren” soll. Computerprogramme und ganze Aufnahmetechniken wurden für den Film neu entwickelt, so dass der Film letztendlich auf Produktionskosten von stolzen 237 Millionen Dollar gekommen ist – der viertteuerste Spielfilm aller Zeiten [via]. Hat sich der Aufwand gelohnt? Ist Avatar tatsächlich eine Revolution des Kino?

Inhaltlich mit Sicherheit nicht. Ein Eingeborenenvolk, welches von einem anderen Volk bedroht wird, eine verbotene Liebe, eine Geschichte um Vertrauen, ein großes Finale – Drama, Baby. Das alles ist irgendwo zwischen Der mit dem Wolf tanzt und Pocahontas im Weltall angesiedelt und funktioniert in Folge dessen auch wunderbar auf der Erde, beispielsweise in einem Western. Oder, abgesehen von der Völkermordgeschichte, ist das irgendwo auch die Basis jeder Rom-Com. Vom Tiefgang her wäre das auch das gleiche Niveau, denn wirklich berühren können selbst emotionale Szenen nicht – sei es aufgrund der Computeranimation oder nur, weil dieser Part irgendwie zu routiniert abgespult wirkt. Und so ist das nun auch kein wirklicher Vorwurf an die Story an sich, dass Avatar hier nicht punkten kann, sondern eher an die Ausführung. Zu schnell wird sich hier vertraut, verliebt, zerstritten, versöhnt. Und das, obwohl der Film 160 min geht.

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