Archiv für den Monat September 2009

Kritik: INDEPENDENCE DAY (ID4) [1996]


„Wozu die Eile? Denkst du, Washington ist weg wenn wir da sind?“

Roland Emmerich ist den meisten nicht unbedingt als Meister des niveauvollen Films bekannt. Werke wie Independence Day (ID4), Godzilla, The Day After Tomorrow, 10.000 BC oder aber auch der kommende 2012 lassen vermuten, dass dieser Mann einen Groll auf die Menschheit hat: Denn alles, was sich diese so mühsam aufgebaut hat, zerstört der Schwabe in seinen Hollywood-Blockbustern bis auf die letzte Schraube. Um dies jedoch zu tarnen, sind seine Hauptfiguren dennoch gute Menschen, denen nichts mehr am Herzen liegt als das Wohl der Menschheit und die alles dafür aufgeben würden – wichtiger ist ihnen nur noch das Wohl Amerikas. Wenn auch schon länger im Geschäft, brachte es Emmerich mit dieser Philosophie erst mit ID4 zu großem finanziellen Erfolg und die ganze Welt konnte sehen, was für tolle Hechte die Amerikaner doch sind. Gezeigt wurde es ihnen jedoch von einem Deutschen.

Read the rest of this entry

Serienkritik: AKTE X – DIE UNHEIMLICHEN FÄLLE DES FBI (Season 1, 2 +3)


„Wenn wir das Unvorhersehbare nicht vorhersehen, das Unerwartete nicht erwarten, in einem Universum unendlicher Möglichkeiten, sind wir vielleicht eines Tages dem Frivolwollen von jemandem oder etwas ausgeliefert, dass man nicht programmieren, kategorisieren oder irgendwie zuordnen kann.“

Lang hat es gedauert. Sicherlich, aus beruflichen und privaten Gründen musste die eine oder andere Pause eingelegt werden, doch über 1,5 Jahre hat es letztendlich gedauert, um die komplette Serie und die beiden Filme noch einmal zu sichten. Gut, andere gucken sowas in einem Monat weg, aber: siehe erster Halbsatz im zweiten Satz. Eigentlich hätte ich mir das Ganze ja auch sparen können, soll doch der 2012 erscheinende dritte Kinofilm vielleicht ein Reboot werden, um „Nichtkenner der Serie nicht zu verschrecken“ (via). Also, meine Meinung dazu sagen muss ich wohl nicht.

Aber, um beim Thema zu bleiben: Gelohnt hat es sich. Es ist zeitweise zu einem Ritual geworden, sich abends noch mal eben eine Folge anzuschauen, bevor man einschläft, bzw. ohne Mark Snows Titelthema im Kopf zu haben war an Schlaf gar nicht erst zu denken. Hinzu kommt ja, dass ich nach Sichtung der ersten acht Staffeln noch einmal systematisch sämtliche Verschwörungsfolgen eben dieser gesehen habe, bevor es dann an die komplette und erstmalige Sichtung der finalen neunten Staffel ging.

Das diese Serie ab 1993 so einen Mystery-Boom hervorrufen konnte, daran glaubte damals wahrscheinlich nicht mal ihr Schöpfer Chris Carter. Am direktesten abgekupfert hat wohl die Serie Dark Skies – Das Geheimnis um Majestic 12, dieser Serie war allerdings (leider) nicht der gleiche Erfolg beschert. Akte X ist es durch diese anhaltende Beliebtheit erstmals gelungen, obwohl die Serie noch im Fernsehen lief, einen Film fürs Kino zu produzieren, der das Geschehen dort fortführte und an den die nachfolgende Staffel nahtlos anknüpfen konnte.
Read the rest of this entry

Ein halber Hippie

Ok, Taking Woodstock interessiert mich dadurch nicht mehr. Aber das Ergebnis hat mich schon überrascht…

Follow

Get every new post delivered to your Inbox.

Join 118 other followers