Kritik: DER TAG AN DEM DIE ERDE STILLSTAND (1951)


„Klaatu Barada Nikto!“

Vor dem Capitol in Washington landet ein Raumschiff – und ihm entsteigt der Außerirdische Klaatu und sein Riesenroboter Gort. Klaatu hat eine Botschaft für die Menschen: Sollten sie mit ihrer bisherigen zerstörerischen Lebensweise fortfahren, wird die Erde zerstört. Doch es gestaltet sich für ihn als sehr schwierig, diese Botschaft zu überbringen…


UFOS! Riesen-Roboter mit Laserstrahlen! Ein Schiff, „das von der Art der Bauweise exakt einem Weltraumschiff entspricht„! Yeah, Baby! Muss ich mehr sagen?

(YouTube)

Ok, jetzt wo die Stimmung etwas gelockert ist, wenden wir uns wieder den ernsten Dingen des Lebens zu. Denn „Der Tag an dem die Erde stillstand“ (oder: „Der Tag, an dem die Erde still stand“) ist bei weitem nicht so ein trashiges B-Movie, wie es das Plakat und der Trailer zeigen – im Gegenteil. Spezialeffekte und Action werden in diesem Film sehr spärlich (doch für damalige Verhältnisse überzeugend!) eingesetzt, geht es doch eigentlich um viel mehr, denn um nichts weniger als die bevorstehende Vernichtung der Erde.

Klaatu (der übrigens sehr überzeugend von Michael Rennie dargestellt wird) und sein Volk beobachten die Erde schon sehr lange, und die Entwicklung der Atom-Energie zur damaligen Zeit macht ihnen große Sorgen. Mit einer Aufforderung zum Frieden mit der Androhung der Zerstörung wollen sie die Menschen zur Vernunft zwingen. Angesichts solcher Tatsachen wird dem Zuschauer hier mehr als deutlich gemacht, wie klein die irdischen Probleme sind – und doch sind sie uneinsichtig, sturköpfig und halten sich immer noch für das Größte. Auf Klaatus Bitte, sämtliche Staatsoberhäupter der Welt zu einer Konferenz zu vereinen, wird nur darauf hingewiesen, dass er ja gar nicht die ganzen Probleme der Erde kennt. Die diplomatischen Hindernisse. Und erst die Distanzen! „Ich bin 270 Millionen Meilen gereist!“ ist seine Antwort, und mehr muss er dazu dann auch nicht sagen.

Das dieser alte Schwarzweiß-Film so spannend sein kann, auch wenn man die damalige Zeit nicht miterlebt hat und eigentlich puren Trash erwartet hat, ist ihm hoch anzurechnen. Es hört sich vielleicht blöd an, aber selten fand ich eine Taxifahrt in einem Film so spannend inszeniert wie hier. Eines muss ich dem Film aber doch negativ ankreiden: Klaatus Lösung, Friedenserhaltung durch die Kontrolle allmächtiger Roboter, halte ich für mehr als diskussionswürdig. Und das ein Außerirdischer scheinbar auch an den gleichen Gott wie die Christen glaubt, kann auch nur in Amerika passieren…

Dieser Film könnte Euch gefallen, wenn Ihr folgendes mögt:
„Krieg der Welten“, „Farewall to the Master“ (die literarische Vorlage)

Das Remake mit Keanu Reeves kommt am 11.12.2008 in die deutschen Kinos.

16 Antworten zu “Kritik: DER TAG AN DEM DIE ERDE STILLSTAND (1951)”

  1. [...] so nach dem Motto “WIr haben Euch gewarnt das habt Ihr jetzt davon”, denn von dem Original ist in diesem Film scheinbar nichts mehr zu spüren… Ob das jetzt gut ist, weiß ich nicht, [...]

  2. An alle, die per Suchmaschine hier hin gefunden hab und diesen Beitrag so hoch in die Statistiken prügeln: Kommt bald wieder. Dann hab ich auch den Film geguckt, den Ihr sucht ;-)

  3. [...] Art “Event-Filme”, aber nach Sichtung des guten, spannenden und angenehm effektfreien Originals hatte ich dann doch noch eine leise Hoffnung, dass das Remake was [...]

  4. Ich komme doch immer wieder ..
    diesmal bnützte ich aber einen speziellen Link ;)

  5. Ein spezieller Link? Cool ;-)

  6. Pendler ;)
    Aber der Bericht ist TOLL

  7. Hi Kollege ;)
    Im Dashbord unter den Top 1o vereint ..
    na ja – quasi ..
    bin unter Dir ;)
    ich freue mich : D
    Eine Frage: ich möchte morgen mit meinem Bub 12 jährig, ins Kino gehen ..
    Madagascar 2 hat er schon gesehen ..
    ich leider nicht ..
    ich habe nur die Teaser im Blog :)
    Hast Du vielleicht einen TIP – mal so aus dem Bauch raus?

  8. Pff… 1 1/2 Ritter oder Tintenherz?

  9. [...] und Blog-Rezessionen-> Cinema , Kino.de , critic.de , basic thinking Blog , Helmschrott , at the movies , Blog Haus , Mythopoeia , fünf [...]

  10. [...] Fledermaus. Eine Übersicht: Unnötig zu erwähnen, das “The Dark Knight” bis zum 25. November der erfolgreichste Beitrag ever war – und Top-Beitrag bei WordPress [...]

  11. [...] ein Indiz für die Qualität eines Filmes ist, hat ja schon der in meinen Augen recht gute Film Der Tag an dem die Erde stillstand von 1951 gezeigt. Bei diesem suggerierten die Plakate als auch der Trailer ein [...]

  12. [...] verdreckt ist, und ziehen dann weiter. Das zu Beginn des Filmes ausgerechnet der Ausschnitt aus Der Tag an dem die Erde stillstand im Hintergrund läuft, in dem Klaatu seine Forderungen an die Menschen stellt, kann in diesem [...]

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