Kritik: PRESTIGE – MEISTER DER MAGIE
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“Schauen Sie genau hin!”
London zur Jahrhundertwende: Robert Angier und Alfred Borden sind Freunde und beide Assistenten eines Zauberers. Als Borden während eines Auftrittes aufgrund eines waghalsigen Tricks den Tod von Angiers Frau verschuldet, werden beide zu Feinden und später während ihrer eigenen Magier-Laufbahn zu erbitterten Rivalen, die vor nichts haltmachen…

Was soll man von “The Prestige” schon erzählen, ohne jemanden, der den Film noch nie gesehen hat, das Erlebnis zu versauen? Das wäre ja, wie jemandem vorab den Schluss von “The Sixth Sense” zu verraten, frei nach dem Motto “Aber wer hätte gedacht, das Bruce Willis…”? “Prestige” lebt von den Wendungen, den Illusionen, denen das Publikum ausgesetzt ist. Man kann sich niemals einer Sache 100% sicher sein, und auch das Ende wird denke ich mal niemand komplett so erahnt haben. Und wenn doch: Der Weg ist das Ziel, und dieser Weg ist spannend, wendungsreich und verblüffend.
Die Geschichte ist versetzt erzählt, so dass man im Grunde am Anfang das Ende sieht, dann wie alles begann, während im Laufe des Films die Perspektiven wechseln. So bleiben Fragen wie “Woher wusste er…”, “Wie hat er denn…” oder “Was macht der denn damit dem und dem” ständig im Raum. Zuzusehen, wie Borden in Angiers Tagebuch liest, in welchem dieser geschrieben hat, was Borden in sein Tagebuch geschrieben hat ist grandios.
Das Ende, so überraschend es auch sein mag, gefällt mir persönlich jetzt nicht so, da es meiner Meinung nach ein paar Fragen aufwirft – doch mehr dazu sagen kann ich ja aus oben genannten Gründen nicht. Der Film lädt zum mehrmaligen Sehen ein, was wohl auch ratsam ist, alleine schon um die Anspielungen auf das große Finale deuten zu können. Denn wie schon Borden mehrmals betont:
“Schauen Sie genau hin!”
Was meint Ihr?
10. August 2008 um 1:29
deine Vermutungen darfst du gerne hier: http://lalia.wordpress.com/2008/05/15/christian-bale/ los werden.
Ja Prestige lässt einen nicht kalt, aber an ein solches Ende hab ich tatsächlich schon gedacht, als Bordon mit seinem Lehrer redet: Das größte Zauberkunststück der Welt zu vollbringen, heißt ein Teil von sich selber aufgeben. (so, oder so ähnlich)
10. August 2008 um 2:16
Ja schon… aber das konnte doch soo keiner ahnen
Zumindest nicht die Art und Weise.
10. August 2008 um 2:35
nicht genau 100%ig so, aber in gewisser Weise schon ^^
10. August 2008 um 4:54
[SPOILER]
Wer den Film noch NICHT gesehen hat, NICHT weiterlesen:
Also kann sein das ich was verpasst hab, aber dass der Typ nen Zwillingsbruder hat, daran hab ich nicht im Traum gedacht. Die Vermutung ging eher Richtung Klon. Ok, das Ergebnis ist mehr oder weniger das gleiche, aber irgendwie für den Verlauf der Story ja nicht unbedeutend.
10. August 2008 um 4:57
AUCH HIER NICHT WEITER LESEN
jap, genau so hab ich auch gedacht, wegen dieser Maschine. Aber mir war klar, dass es eine zweite Person geben musste. Hach, ich liebe diesen Film ^^
10. August 2008 um 5:10
DON’T READ THIS!
Andererseits: Ziemlich zu Anfang, wo er seine Frau kennenlernt, begleitet er sie nach Hause, will noch einen Tee trinken, wird abgewiesen, sie geht rein, er ist schon da. Wie ging das? Ist sein Zwilling unbemerkt durchs Fenster eingestiegen (und hatte vorsichtshalber schon mal die gleichen Klamotten an) und wenn ja, woher wusste er, wo sie wohnt und das er (also wieder der richtige) abgewiesen werden würde? Fragen über Fragen…
10. August 2008 um 5:55
nun, rumspionieren ist ja schon wichtig für ihn… ich deke so wusste er, wo sie wohnt. und es ist ja nur einer in sie verliebt, und von daher ist es erklärbar…
10. August 2008 um 7:13
Joa… kam mir nur so vor als hätten sie sich erst den Abend kennengelernt, so schnell konnte er ja nicht spionieren… aber egal, das war ja nu auch nicht de wichtigste Szene – auch wenn sie erst durch den Schluss aufgeklärt wurde.
11. August 2008 um 11:13
[...] mehr, siehe auch “Pulp Fiction” oder, ein jüngeres Beispiel, “The Prestige“. Doch bei “elevenfourteen” wird nicht einfach nur die Geschichte versetzt [...]
18. August 2008 um 10:50
[...] – da hat doch wirklich jeder gehofft dass da nichts mehr kommt. Und dann am Christopher Nolan (Prestige) und bescherte der Reihe einen Neustart, der sich gewaschen hat. Vorbei die Zeiten des [...]
20. September 2008 um 10:30
[...] Dieser Film könnte Euch gefallen, wenn Ihr folgendes mögt: “Falling Down – Ein ganz normaler Tag”, “Insomnia”, “Prestige“ [...]
13. April 2009 um 10:28
apropo, “Schauen sie genau hin!”, kann es sein das in der letzten szene von der vermeintlichen leiche angiers eine luftblase aufsteigt?
14. April 2009 um 11:27
Hm, da müsste ich noch mal reinschauen – so aufgefallen ist es mir nicht!