Kritik: DISTURBIA


“Wo sind Kaffee und Donuts? Du kannst niemanden beobachten ohne Kaffee und Donuts!”

Seit Kales Vater vor einem Jahr gestorben ist, gibt sich er sich daran die Schuld und vergräbt sich in Selbstmitleid. Als sein Spanisch-Lehrer seinen Vater erwähnt, rastet er aus und verpasst diesem ein blaues Auge. Als Folge bekommt er 3 Monate Hausarrest - durch eine Fußfessel, die mit dem Polizeirevier in Kontakt steht, ist er im Haus eingesperrt. Nur sein Freund Ronnie und die neue Nachbarin Ashley leisten ihm Gesellschaft. Als sie die Nachbarn beobachten, kommt ihnen der Verdacht, dass Mr. Turner ein gesuchter Serienkiller ist - doch Mr. Turner bekommt sehr schnell mit, dass er beobachtet wird…

Beim ersten Sehen fand ich “Disturbia” ziemlich gut, jetzt, beim zweiten Mal, war ich leider “Transformers” geschädigt mit einer gut dosierten Abneigung gegen Shia LaBeouf - auch “Indiana Jones IV” konnte daran nicht viel ändern. Doch Filme sollte man ja eigentlich nicht nach der Sympathie für den Hauptdarsteller bewerten - aber ich mach das mal einfach so. Ich mag den nicht. “Disturbia” ist allerdings ansonsten recht gut, und so holt er vieles von dem, was der hypernervöse LaBöff versaut, wieder raus.

In allen Kritiken, Berichten und Meinungen zu “Disturbia” wird “Das Fenster zum Hof” zitiert- dann mach ich das mal auch. Der Film wurde auch von diesem inspiriert, doch da ich das Original nicht kenne, soll uns das mal nicht weiter stören. Hollywood inspiriert sich ja dauernd bei alten Filmen, und Inspiration ist immer noch besser als Remaken. Mich würde allerdings interessieren, inwiefern “Das Fenster zum Hof” damals durch Product Placement aufgefallen ist - “Disturbia” tut dies nämlich. Eigentlich jedoch fällt dies nur an einem Produkt - der XBox 360 und dem Spiel “Ghost Recon” - auf. Alle anderen beworbenen Gegenstände fallen kaum noch auf, man sieht sie schon so oft im Alltag, dass es eigentlich egal ist, ob sie im Film zu sehen sind. Einem Werbespot kommt dieser trotzdem nicht gleich (außer wie gesagt für XBox), denn ob Kale nun PSP spielt, Musik vom IPod hört oder Red Bull trinkt, interessiert mich nicht so. Wer tut das nicht. Durch die Anwendung dieser “modernen” Marken wirkt der Film eher noch authentischer und auf das jugendliche Zielpublikum ausgerichteter, den nichts ist schlimmer oder unglaubwürdiger als abgeklebte Markennamen oder ein Jugendlicher in der Hauptrolle, der statt Red Bull sagen wir mal… Apfelsaftschorle trinkt.

Was aber hat “Disturbia” denn zu bieten außer Schia LeBlöd und Werbung? Spannung, Humor und Sarah Roemer. Spannend ist er allemal. Anfangs gammelt Kale nur rum, ihm wird lanweilig und er beginnt, die Nachbarn auszuspionieren - unter anderem Ashley, womit wir bei Punkt drei wären.

Zusammen mit Ronnie spionieren sie dann Mr. Turner aus - und dann wird es spannend. Niemand weiß so recht, was mit dem los ist, da der Zuschauer den gleichen Blickwinkel wie Kale hat, will auch er wissen, was es mit diesem auf sich hat. Das dabei trotz allem der Witz nicht zu kurz kommt, versteht sich bei einem Film mit dieser Zielgruppe von selbst.

“Disturbia” ist also ein unterhaltsamer Film, der trotz des Hauptdarstellers zu punkten weiß. Auch wenn man manche Handlungen der Akteure (ähnlich wie bei “Jeepers Creepers”) einfach mal hinnehmen muss, so macht er doch, auch beim zweiten Mal gucken, noch Spaß.

2 Antworten zu “Kritik: DISTURBIA”

  1. DHJaeger Sagt:

    Wirst du jemals über Transformers wegkommen?

    Ich denke es wird nächstes Jahr sein, wenn Transformers 2 im Kino läuft (freu). ;)

  2. Xander Sagt:

    Ich verstehs ja selber nicht. War selten von einem Film so enttäuscht, von dem ich schon im Vorfeld so wenig erwartet habe. Vielleicht war es die Hoffnung, dass er BESSER als erwartet wird, die nicht erfüllt wurde.

    Oder die pinkelnden Roboter, man weiß es nicht.

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