Kritik: ZIMMER 1408

6,5/10

“Das ist ein ganz, ganz mieses Zimmer”

Mike Enslin ist Autor. Sein letztes Werk hieß “10 Haunted Hotels” und auch jetzt sucht er noch nach Hotels, in denen es angeblich spukt. Als er vom Zimmer 1408 des Dolphin Hotels hört, setzt er sich mit Hilfe seines Verlages und seines Anwalts durch, um gegen den Willen des Hotelmanagers eine Nacht in diesem Zimmer zu verbringen…

Im Grunde les ich ja immer gerne erst die Bücher, bevor ich mir die Verfilmungen angucke. Grade bei Stephen King Filmen bietet sich das an – so weiß man immer, ok, sie habens versucht, aber ich weiß, eigentlich könnte der Film besser sein. Meist ist das auch so.

Bei “1408″ kann ich das nur vermuten, leider habe ich die Kurzgeschichte noch nicht gelesen. Aber wer Stephen King kennt, kann sich denken, wie die Story war: Besser, als der Film.
Dabei fängt es ziemlich gut an. Die Spannung wird stark aufgebaut, der Manager (Samuel L. Jackson) versucht fast alles, Enslin das Zimmer nicht zu geben, gibt aber letztendlich klein bei. Man fragt sich mehr und mehr, was es mit dem Zimmer auf sich hat, und als dieses mit kleinen Spielereien anfängt, Enslins Ruhe und Abgeklärtheit zu stören, fragt man sich immer mehr, wo die Ursache liegt.

Und dann fängt die Effekt-Orgie an. Ein Schockeffekt jagd den nächsten, und man kann sich gut vorstellen, wie die Drehbuchautoren vor dem Skript saßen und sich verzweifelt überlegten, was dieses Zimmer noch tolles bieten könnte. Und man fragt sich immer weniger, wo die Ursache liegt, sondern immer mehr, wie das ganze, und vor allem WANN das ganze ein Ende nimmt. Kleinere Spielereien, wie Erscheinungen von Enslins Tochter oder Vater, verwirren mehr als das sie den Grusel erhöhen, und sind insgesamt zu beiläufig, als eine wichtige Rolle zu spielen. Schade eigentlich. Bis zu einem gewissen Punkt ist der Film richtig gut und rettet sich daher trotz des rapiden Abstiegs auf die von mir vergebenen 6,5 Punkte.

Jetzt sollte ich mir aber mal das Buch zulegen. Ich will wissen, wies besser geht.

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