Kritik: KICK IT LIKE BECKHAM

4/10

“Also, wenn das Meersalz zwischen der Teri-Yaki-Sauce und dem französischen Senf steht, ist es Abseits?”

Jess ist Inderin. Was an sich ja kein Problem ist, würde sie nicht liebend gern Fußball spielen, was ihre Eltern traditionsgemäß nicht gutheißen – was würden die anderen Familien sagen?

Jules ist Engländerin, spielt genau so gerne Fußball wie Jess und freundet sich mit ihr, bis sich beide in den Trainer verlieben und – ja, man kann es sich denken: die eine ist eifersüchtig auf die andere, sie zicken sich an, und am Ende haben sich alle wieder lieb.
Jess’ Eltern verbieten ihr natürlich das Fußballspielen, sie tuts trotzdem, und – ja, man kann es sich denken, sie wird des öfteren erwischt. Ob sich auch hier am Ende alle lieb haben, weiß ich noch nicht (während ich das hier schreibe, läuft er noch, so spannend ist das…), aber ich denke mal schon. Wäre ja sonst kein richtiger Mädchenfilm.

Und genau das ist es. Hin und wieder wird die “Rassenproblematik” angesprochen, aber hauptsächlich geht es natürlich um die beiden Mädchen, die Liebe und den Fußball. Doch es hätte genausogut Minigolf sein können, Hauptsache es gibt nen lecker Trainer. Und die Mädels können Adidas tragen. Das tun sie nämlich. Ausschließlich. Immer.

Filmszene sagt:

“Inhaltlich nicht tiefgehender als ein Planschbecken, sammelt “Kick it like Beckham” jeden einzelnen Konfliktansatz ein, der irgendwo am Wegesrand seiner Figuren herumliegt, und verwurstet ihn schnell und unverfänglich.”

Ich weiß, eigentlich sollte die erste Filmkritik in diesem Blog einem anderen Film gelten, aber dieser Film ist so langweilig, belanglos und dermaßen egal, das musste ich einfach loswerden. Selbst Keira Knightley enttäuscht hier.
Trotzdem vier Punkte: Manche Stellen sind trotzdem allem lustig…

“Es war furchtbar, was sie diesem George Michael angetan haben. Wie sie überall so gemein über seine Privatangelegenheiten geschrieben haben…”
- “George Michael ist immer noch ein Superstar und du hörst trotzdem noch Wham.”

…und: Keiry Knightley.

EDIT: Ich hab immer noch, Tage später, das Gefühl ich müsste mich rechtfertigen, diesen Film freiwillig, alleine gesehen zu haben. Ich kanns mir nicht erklären. War als Beilage in der Fernsehzeitung und die Neugier hat gesiegt.
So einfach ist das.

2 Antworten zu “Kritik: KICK IT LIKE BECKHAM”

  1. [...] ohne Erwartungen und ohne Vorkenntnisse habe ich diesen Film geguckt, und anders als hier ist es diesmal mehr als gut gegangen. “Stranger Than Fiction” (was sich wesentlich [...]

  2. [...] 2008: Der März startete mit einer ersten Filmbesprechung – “Kick It Like Beckham” – allerdings kein würdiger Einstieg… Auch gab es im übrigen den ersten Trailer des [...]

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